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Bremens 'Mr. DFB-Pokal'

Schaaf, der 'Pott' und eine Bestmarke

Berlin trägt Grün. „Ich dachte, ich bin hier in Bremen. Ich habe nur grüne Fahnen gesehen“, berichtete Louis van Gaal von seinen ersten Eindrücken nach der Ankunft am Austragungsort des DFB-Pokalfinales. Als der FCB-Chefcoach dann aufgeklärt wurde, dass Grün auch die Farbe des DFB ist, schmunzelte er und beugte er sich hinüber zu Thomas Schaaf. „Das ist ein Vorteil“, sagte er dem Bremer Trainer, der ebenfalls schmunzelnd erwiderte: „Wir haben ja ein Heimspiel.“

Tatsächlich geht Werder offiziell als Heimmannschaft in das 25. DFB-Pokalfinale im Berliner Olympiastadion gegen den FC Bayern. Das ergibt sich aus der Ansetzung des DFB - und irgendwie passt das ja auch. Denn ein Bremer ist quasi Hausherr im Olympiastadion, er ist „Mr. DFB-Pokal“: Thomas Schaaf.

Schaaf auf Rekordjagd

Zum zehnten Mal haben die Bremer in dieser Saison das Pokalfinale erreicht, zum neunten Mal mit dem 49-Jährigen, der 1999, kurz nach seinem Debüt auf der Bremer Trainerbank, gleich den DFB-Pokal gewann. Damals ausgerechnet gegen den FC Bayern (6:5 n.E.). Inzwischen steht er zum fünften Mal als Trainer mit Werder im Finale, vier Mal war er als Spieler mit Bremen dort. Und immer noch sei das Pokalfinale „etwas Außergewöhnliches“ für ihn, berichtete er. „Dieses Pokalfinale ist immer etwas Besonderes, immer etwas Neues, ein Spektakel, ein Fest.“

Zum Feiern ist Schaaf natürlich auch in diesem Jahr nach Berlin gekommen. Fünf Mal (zweimal als Spieler, drei Mal als Trainer) hat er den DFB-Pokal bereits gewonnen, zuletzt vor einem Jahr. Am Samstag könnte er als erster Trainer zum vierten Mal den „Pott“ in Händen halten und damit Ottmar Hitzfeld, Otto Rehhagel, Udo Lattek, Hennes Weisweiler und Karl-Heinz Feldkamp übertrumpfen. „Es schadet nicht. Wenn man das verbuchen könnte, wäre das sehr schön“, sieht Schaaf norddeutsch gelassen dieser historischen Möglichkeit entgegen.

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