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Der 2. Streich?

Titelhungrige Bayern wollen das Double

Auf die Pflicht folgt die Kür. Eine Woche nach dem Gewinn der 22. Deutschen Meisterschaft im Berliner Olympiastadion kann der FC Bayern am Samstagabend an gleicher Stätte nachlegen: Mit einem Sieg im DFB-Pokalfinale gegen Titelverteidiger Werder Bremen (ab 19.45 Uhr im FCB-Liveticker) könnte der Rekordpokalsieger die zweite von drei möglichen Trophäen nach München holen und die bereits vor Wochenfrist ausgelassenen Freudentänze und Weißbierduschen wiederholen.

„Wenn wir so nah dran sind, dann wollen wir hier auch gewinnen, das ist logisch“, sagte Trainer Louis van Gaal am Freitag auf der abschließenden Pressekonferenz beider Teams in den Katakomben des Olympiastadions. „Ich war Pokalsieger in Holland und Spanien und möchte es gerne auch in Deutschland werden. Für mich ist das eine große Herausforderung“, meinte der Niederländer und sprach von einem „guten Gefühl“ vor dem Jubiläumsfinale: Es ist das 25. Endspiel in der Hauptstadt.

„Der erste Titel ist geholt, den kann man uns nicht mehr nehmen. Jetzt gehen wir am Samstag in das erste Finale“, sagte Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge. Ein Sieg gegen den Tabellen-Dritten der gerade abgelaufenen Saison würde dem FCB nicht nur das insgesamt achte Double - das sechste seit 2000 - einbringen, sondern zudem „einen Schuss Sicherheit“ für das in einer Woche anstehende Champions-League-Endspiel in Madrid geben.

„Unabhängig von den beiden Finals haben wir eine tolle Saison gespielt. Es wäre jetzt noch die Kirsche auf der Sahne der Torte, die vor uns steht, und wir werden versuchen, diese Kirsche draufzusetzen“, meinte Rummenigge weiter, der allerdings vor den Bremern warnte: „Das wird kein Selbstläufer, wir haben großen Respekt vor Bremen.“ Gerade in den letzten Wochen habe Werder „sehr attraktiven und erfolgreichen Fußball gespielt. Trotzdem glaube ich, dass Bayern München gute Chancen hat, das Double zu holen.“

Vorne brandgefährlich

Für Nationalspieler Philipp Lahm treffen am Samstag „die im Moment besten deutschen Mannschaften im Pokalfinale aufeinander.“ Dahre warnte der Rechtsverteidiger ebenfalls davor, das Spiel auf die leichte Schulter zu nehmen. „In unserem Spiel in der Rückrunde hatten wir zehn Hundertprozentige, das wird es in diesem Spiel nicht geben“, kündigte Lahm an. Bremen verteidige „jetzt besser und viel, viel defensiver“, als beim Münchner 3:2-Erfolg Ende Januar.

Und vorne sei die mit 71 Toren nur um einen Treffer hinter den Bayern zweitbeste Offensive der Liga ohnehin brandgefährlich. „Man weiß wie stark ein Özil am Ball ist, Pizarro ist eiskalt vor dem Tor. Es wird mit Sicherheit kein leichtes Spiel. Man muss die richtige Mischung finden zwischen Offensive und Defensive“, so Lahm, der auch sein drittes Pokalendspiel erfolgreich gestalten will: „Das ist ein Finale und das will man gewinnen, egal, gegen wen es geht."

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