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'Nur ein Finale'

Van Bommel, Butt und das zweite Mal

Die Vorbereitung, die Anspannung, der große Traum - Mark van Bommel kennt die Tage und Stunden des Wartens vor einem Champions-League-Finale. 2006 stand er schon einmal mit dem FC Barcelona im Endspiel der „Königsklasse“ und gewann (2:1 gegen Arsenal). Jetzt ist er zurück im größten Finale des Vereinsfußballs - und stellte fest: „Auch für mich ist es wieder neu.“

Bayern ist eben nicht Barcelona, oder wie Van Bommel sagte: „Ich spiele jetzt in einem anderen Klub, bin jetzt Kapitän, damals war ich das nicht. In Barcelona waren auch die Erwartungen höher. Jetzt hat keiner damit gerechnet, dass wir ins Finale kommen.“ Nur in einem Punkt fühlt sich der 33-Jährige, der als 14. Profi mit zwei verschiedenen Klubs die „Königsklasse“ gewinnen könnte, an 2006 erinnert: „Damals hatten wir zu Beginn der Saison auch nicht das Gefühl, dass wir Großes leisten können. Das ist erst während der Saison gewachsen.“

Auch Butt Endspiel-erfahren

Kaum einen Zusammenhang zwischen Vergangenheit und Gegenwart sieht auch Jörg Butt, der zweite Münchner mit Endspiel-Erfahrung. 2002 verlor er mit Bayer 04 Leverkusen das Champions-League-Finale gegen Real Madrid mit 1:2. „Das ist fast zehn Jahre her. Ich sehe da keine große Verbindung“, meinte der Bayern-Keeper, der relativ relaxed nach Madrid gereist ist. „Mit der Anspannung geht es erst in Madrid los, wenn man dort trainiert.“

Anders als vor acht Jahren, als er vor dem CL-Endspiel sowohl in der Meisterschaft als auch im DFB-Pokal knapp gescheitert war, hat Butt diesmal schon zwei Titel in der Hand. „Das ist von Vorteil“, meinte er, „da geht man sehr selbstbewusst in so ein Spiel. Und die Art und Weise, wie wir die zwei Titel gewonnen haben, gibt uns einen zusätzlichen Schub.“

Ein Spiel wie jedes andere

Doch auf ihren Lauf und ihr Selbstbewusstsein allein wollen sich die Bayern nicht verlassen. Natürlich bereitet sich die Mannschaft wie immer akribisch auf das Endspiel vor. Das ist gegen Inter Mailand nicht anders als gegen den VfL Bochum. „Das ist auch ein Grund, warum wir in allen drei Wettbewerben so weit gekommen sind“, sagte Butt, der sich zum Beispiel darüber informiert, wie der Gegner bei Ecken und Standardsituationen agiert, wie die Elfmeter geschossen werden.

Van Bommel betonte, dass es wichtig sei, sich auf das Finale so vorzubereiten „wie auf jedes andere Spiel. Man muss jetzt nichts groß ändern. Das bringt den Rhythmus durcheinander.“ Man dürfe sich nicht verrückt machen lassen. „Man muss das als normales Spiel betrachten. Es ist ‚nur‘ ein Finale.“ Der 33-Jährige weiß, wovon er spricht.

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