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Robben im Interview:

'Vieles, was ich mache, geschieht intuitiv'

Was war das für eine Saison von Arjen Robben. Gleich in seinem ersten Jahr beim FC Bayern wurde er zum absoluten Leistungsträger und schoss gerade in der Rückrunde viele, viele wichtige Tore - in der Bundesliga, im DFB-Pokal und in der Champions League. Seinen ersten Titel mit dem Rekordmeister hat der sympathische Niederländer auch schon eingefahren, zwei weitere sollen folgen. fcbayern.de traf den 26-Jährigen drei Tage vor dem Pokalfinale und sprach mit ihm über den Gegner Werder Bremen, warum Philipp Lahm so wichtig für seine Spielweise ist und über Tulpen aus Amsterdam.

Das Interview mit Arjen Robben:

fcbayern.de: Arjen, bei Toren von Dir in der Allianz Arena wird anschließend immer „Tulpen aus Amsterdam“ eingespielt. Jetzt gibt es in Deiner Heimat einen Züchter, der sogar spezielle Tulpenzwiebel nach Dir benennen möchte.
Arjen Robben: „Ja, ich haben schon von dieser Geschichte gehört. Ich finde das ganz lustig, auch das mit dem Tulpen-Lied. Ich komme zwar nicht aus Amsterdam, aber in Deutschland kennt wohl jeder dieses Lied und verbindet damit Holland.“

fcbayern.de: Wir haben den Tulpen-Song in dieser Saison sehr oft gehört. Insgesamt waren es 22 Tore, alleine 16 davon in der Bundesliga. Damit hast Du in einem Jahr beim FCB öfters getroffen als in drei Spielzeiten bei Chelsea und zwei bei Real Madrid.
Robben: „Ehrlich? Das wusste ich noch gar nicht, aber umso besser. Es war schon immer mein Ziel, in Sachen Toren und Torvorlagen effektiver zu werden. Das ist ja auch meine Rolle auf dem Platz. Ich weiß: Wenn ich meinen Rhythmus habe, dann habe ich auch viel Selbstvertrauen. Und dann kann ich gute Spiele abliefern und Tore schießen. “

fcbayern.de: Es liegt also in erster Linie daran, dass Du fast kontinuierlich spielen konntest? In der Rückrunde hast Du nur zwei Bundesligaspiele verpasst.
Robben: „Für mich ist es immer das Wichtigste, dass ich fit bin. In der Hinrunde hatte ich mit der Knie-OP noch ein bisschen Pech, aber die Rückrunde habe ich sehr konstant gespielt. Früher hatte ich viele Probleme mit der Muskulatur, das hatte natürlich eine Ursache. Und die habe ich in letzter Zeit sehr gut in den Griff bekommen, auch dank Müller-Wohlfahrt und der überragenden medizinischen Abteilung hier beim FC Bayern. Sie sind alle sehr wichtig für mich.“

fcbayern.de: Dass du körperlich fit bist, ist der eine Grund. Inwieweit spielt auch der Kopf eine Rolle für Deine starke Saison?
Robben: „Ja, natürlich. Ich habe mich vom ersten Tag an in München sehr wohl- und willkommen gefühlt. Es gefällt mit sehr gut, dass der FC Bayern ein Familienverein ist, denn es ist mir sehr wichtig, dass sich auch meine Familie wohlfühlt. Alles war bisher sehr gut hier in München.“

fcbayern.de: Viele Deiner Tore fangen damit an, dass Du an der rechten Außenbahn den Ball bekommst. Dann kommt Philipp Lahm von hinten angesprintet, hinterläuft Dich und Du ziehst in die Mitte. Wie wichtig ist die Aktion von Philipp für Dein Handeln?
Robben: „Philipp leistet einen sehr großen Beitrag, denn dadurch zieht er mindestens einen Verteidiger auf sich und ich kann dann zum Abschluss kommen oder weiterpassen, auch auf Philipp, der dann flanken kann oder wieder zu mir zurückspielt. Insgesamt funktioniert unser Zusammenspiel sehr gut.“

fcbayern.de: Obwohl sich dieses Schema in Euren Spielen mehrmals wiederholt, schaffen es die Verteidiger des Gegners trotzdem nicht, Dich beziehungsweise Euch entscheidend zu stoppen. Woran liegt das?
Robben: „Das hat natürlich auch was mit der Geschwindigkeit zu tun, in der die Bewegungen ablaufen. Vieles, was ich auf dem Platz mache, geschieht intuitiv. Ich warte auf den richtigen Moment und den freien Raum, und dann geht es ab Richtung Tor.“

fcbayern.de: Der erste Titel ist - auch dank Deiner Tore - eingefahren. Folgt am Samstag in Berlin der zweite Streich?
Robben: „Das hoffen wir natürlich alle. Ich freue mich auf das Spiel und das Stadion. Die eine Hälfte wird mit unseren Fans gefüllt sein, die andere mit den Bremer Anhängern. Ich habe das schon mit Chelsea im Londoner Wembley-Stadion erlebt, das waren immer tolle Spiele. Aber so richtig schön ist es natürlich nur, wenn man auch gewinnt. Wir haben ja letzte Woche schon mit den Fans im Olympiastadion gefeiert, das wollen wir am Samstag wiederholen.“

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