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WM-Aus für Frankreich

Demichelis führt Argentinien ins Achtelfinale

Martin Demichelis war der gefeierte Held beim 2:0 (0:0)-Sieg Argentiniens gegen Griechenland im abschließenden Spiel der Gruppe B bei der WM 2010 in Südafrika. Der Verteidiger des FC Bayern brachte mit seinem Treffer in der 77. Minute im Peter-Mokaba-Stadion von Polokwane sein Team auf die Siegesstraße. Damit gelang dem 29-Jährigen ein glänzender Befreiungsschlag, nachdem er sich beim 4:1-Sieg zuvor gegen Südkorea beim einzigen Gegentreffer der Asiaten einen Patzer erlaubt hatte. Demichelis stand nach einer Ecke goldrichtig und zimmerte den Ball aus kurzer Distanz zum vielumjubelten Siegtreffer in den Winkel. In der 89. Minute setzte Martin Palermo den Schlusspunkt.

Mit diesem Sieg kann Argentinien eine makellose Bilanz vorweisen. Mit neun Punkten belegt das Team von Diego Maradona den ersten Platz und trifft im Achtelfinale auf Mexiko. Otto Rehhagels Griechen landen auf Platz drei und müssen die Heimreise antreten. Im zweiten Spiel trennten sich Südkorea und Nigeria 2:2. Damit hat sich Südkorea den zweiten Platz gesichert und muss gegen Uruguay ran.

Für Ribéry ist die WM beendet

Nicht mehr dabei ist Frankreich. Der Vize-Weltmeister muss bei der WM in Südafrika bereits nach der Gruppenphase die Koffer packen. Die „Equipe Tricolore“ enttäuschte auch im letzten Gruppenspiel gegen den WM-Gastgeber und beendete die Gruppe A nach dem abschließenden 1:2 (0:2) mit nur einem Punkt und einem Tor auf dem letzten Tabellenplatz. Trotz des Sieges ist auch Südafrika ausgeschieden. Das punktgleiche Mexiko (4), das zeitgleich 0:1 gegen Uruguay (7) verlor, verteidigte aufgrund der besseren Tordifferenz den zweiten Gruppenplatz.

Nach dem Rauswurf von Nicolas Anelka, dem Trainingsboykott der Mannschaft und der Brandrede von Frankreichs Sportministerin wollten die Franzosen im letzten Spiel endlich überzeugen und ihre Mini-Chance auf das Achtelfinale wahren. Der scheidende Trainer Raymond Domenech bot im Vergleich zum letzten Spiel (0:2 gegen Mexiko) sechs neue Akteure auf. Kapitän Patrice Evra saß nur auf der Bank, die Kapitänsbinde trug Ex-Bayer Alou Diarra. Franck Ribéry, zuletzt im Zentrum aufgeboten, durfte im französischen 4-2-3-1-System auf seine Lieblingsposition auf den linken Flügel zurückkehren.

Rot für Gourcuff

Schon in der ersten Halbzeit in Bloemfontein platzten jedoch alle Träume der „Grande Nation“. Bongani Khumalo (20.) nutzte nach einem Eckball einen Fehler von Torhüter Hugo Lloris zur Führung für die „Bafana Bafana“, kurz darauf flog Yoann Gourcuff (25.) vom Platz. Schiedsrichter Oscar Ruiz aus Kolumbien wertete ein gelb-würdiges Foul des Mittelfeldspielers als Tätlichkeit und zückte die Rote Karte. Zwölf Minuten später erhöhte Katlego Mphela (37.) auf 2:0.

In Unterzahl gelang es Frankreich auch in der zweiten Halbzeit nie, Südafrika ernsthaft unter Druck zu setzen. Die „Bafana Bafana“ war sogar dem dritten Treffer näher. Mphela (51.) traf die Latte und scheiterte zweimal (58., 62.) in aussichtsreicher Position ebenso an Lloris wie in der Nachspielzeit Siphiwe Tshabalala. In der 70. Minute dann doch noch ein positives Erlebnis für Frankreich bei dieser WM: Nach Vorlage des unermüdlichen Ribéry erzielte Florent Malouda den einzigen Turnier-Treffer der „Equipe Tricolore“. Mit dem Aus hatten sich zu diesem Zeitpunkt aber bereits alle abgefunden.

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