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Deutschland - Ghana

DFB-Team zieht ins Achtelfinale ein

Die deutsche Nationalmannschaft steht im Achtelfinale der WM 2010 in Südafrika. Vor 83.391 Zuschauern in Soccer-City-Stadion von Johannesburg besiegte das Team von Joachim Löw Ghana mit 1:0 (0:0). Das Tor des Tages erzielte Mesut Özil in der 60. Minute. Vorausgegangen war eine schöne Vorarbeit von Bayerns Shooting-Star Thomas Müller. Damit kommt es am Sonntag zum Klassiker gegen England. Da zeitgleich Australien gegen Serbien mit 2:1 gewann, hat sich Ghana als erste und wahrscheinlich auch als einzige afrikanische Mannschaft für die Runde der letzten 16 Teams qualifiziert.

Neben Müller standen auch Bastian Schweinsteiger und natürlich Nationalmannschaftskapitän Philipp Lahm von Beginn an auf dem Feld. Holger Badstuber blieb dieses Mal auf der Bank. Für ihn spielte Jerome Boateng. In der 81. Minute kam Toni Kroos zu seinem WM-Debüt. Der 20-Jährige wurde in der Schlussphase für den angeschlagenen Schweinsteiger eingewechselt.

Schweinsteiger angeschlagen ausgewechselt

„Ich hoffe, dass er rechtzeitig rausgegangen ist mit seiner Muskelblessur. Sollte Schweinsteiger ausfallen, wäre das nicht gerade von Vorteil", sagte Löw. Bei einer ersten Untersuchung durch Mannschaftsarzt Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt wurde bei dem Münchner eine Verhärtung der Oberschenkelrückseite festgestellt.

„Das war ein unglaublich intensives Spiel, wo viele Dinge nicht so geklappt haben. Aber letztendlich sind wir eine Runde weiter“, sagte Bundestrainer Löw nach der Partie erleichtert. In der Tat: Zwar versuchte die DFB-Elf von Beginn an Druck auf das Tor von Ghana zu entwickeln und hatte auch die eine oder andere Chance, doch auch die Afrikaner hatten gute Einschussmöglichkeiten. So wog das Spiel hin und her, bis Müller nach schönem Zusammenspiel mit Schweinsteiger und Lahm den Bremer Özil bediente, der mit einem tollen Weitschuss nach einer Stunde das erlösende 1:0 erzielte.

Platz eins in der Gruppe D

„Es war auch Glück dabei. Der Druck war groß, aber wir haben ihm standgehalten. Für uns war es ein besonderes Spiel, denn wir wollten unbedingt ins Achtelfinale. Das haben wir geschafft“, zog Lahm nach der Partie ein durch und durch ehrliches Fazit. Der jungen deutschen Mannschaft war oftmals anzumerken, dass gegen Ghana unbedingt ein Sieg her musste, um den Einzug ins Achtelfinale nicht zu gefährden. Im Nachhinein hätte durch den Sieg Australiens sogar ein Unentschieden gereicht. So belegt Deutschland in der Abschluss-Tabelle mit sechs Zählern Platz eins, vor Ghana (4), Australien (4) und Serbien (3).

Somit kommt es am Sonntag (16 Uhr) im „Free State Stadium“ von Bloemfontein zum ewig jungen Duell gegen England. „Das ist natürlich ein Klassiker. Die Vorfreude darauf ist groß. Wir schauen zuversichtlich nach vorne. Aber wir wissen, dass wir einiges besser machen müssen“, sagte Lahm. Dann wird auch Miroslav Klose wieder mit von der Partie sein, der gegen Ghana wegen einer gelb-roten Karte aus dem Serbien-Spiel gesperrt war.

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