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Löw setzt auf Bayern-Block

Klose und Müller treffen zum WM-Auftakt

Der deutschen Nationalmannschaft ist ein Traumstart in die WM 2010 gelungen. Mit 4:0 (2:0) besiegte das Team von Bundestrainer Joachim Löw Australien und sorgte für den bisher höchsten Sieg beim Turnier in Südafrika. Einen großen Anteil an der Gala-Vorstellung gegen die „Socceroos“ hatten dabei fünf Spieler des FC Bayern. Löw berief gleich eine Hand voll Spieler des deutschen Rekordmeisters in die Startformation, die allesamt eine bärenstarke Vorstellung ablieferten. Mit Miroslav Klose (2:0/ 27.) und Thomas Müller (3:0/ 68.) konnten sich sogar zwei Bayern-Spieler in die Torschützenliste eintragen. Außerdem trafen Lukas Podolski (1:0/ 8.) und Cacau (4:0/ 70.) für das DFB-Team.

Kloses Treffer löst alle Fesseln

Neben Müller und Klose standen noch Kapitän Philipp Lahm, Bastian Schweinsteiger sowie Holger Badstuber in der ersten Elf. In der Schlussphase wurde mit Mario Gomez sogar noch ein sechster Bayern-Spieler eingewechselt. Zusammen mit ihren Bundesliga-Kollegen überrollten sie vor 62.660 Zuschauern im Moses-Mabhida-Stadion von Durban Australien und sorgten für einen glanzvollen WM-Auftakt. Bereits nach acht Minuten bereitete Müller mit einem Querpass durch den gegnerischen Strafraum den Führungstreffer von Podolski mustergültig vor. Nach 27 Minuten sorgte Klose mit seinem Kopfball-Treffer bereits für die Vorentscheidung. Der Stürmer nickte eine perfekt geschlagene Flanke von Lahm zum 2:0 in die Maschen.

Insbesondere für Klose war dieser Treffer ein Befreiungsschlag. Nach einer längeren Durststrecke zeigte er eine Top-Leistung. „Ich weiß, was ich kann. Ich habe mich heute super gefühlt und konnte meinen Teil dazu beitragen“, sagte er nach seinem 97. Einsatz für die deutsche Nationalmannschaft. Doch für Teamspieler Klose stand vielmehr die Gesamt-Leistung im Vordergrund. „Ich glaube, es hat alles ganz gut gepasst. Es ist unglaublich wichtig, dass es im ersten Spiel geklappt hat. Damit haben wir uns Respekt verschafft, aber es ist noch nichts gewonnen. Man hat gesehen, dass wir eine sehr junge Mannschaft haben und dass wir Spaß haben.“

Abgezockter Auftritt von Müller und Badstuber

Ebenso wie der Routinier lieferten auch die beiden Shooting-Stars des FC Bayern eine beeindruckende Vorstellung ab. Ihr jeweils drittes Länderspiel war gleichzeitig auch ihr WM-Debüt. Badstuber ließ auf der linken Außenverteidiger-Position nichts anbrennen und Müller krönte seine Leistung neben einer Torvorlage sogar noch mit seinem ersten Treffer für das DFB-Team. Eiskalt versenkte er einen Flachschuss ins linke Eck. „Wir waren gut organisiert. Wir haben uns nicht abschrecken lassen von den Australiern. 4:0 - da kann man zufrieden sein“, lautete sein trockenes Fazit.

Im Mittelfeld zog wie zuletzt auch beim FC Bayern Schweinsteiger gekonnt Regie. Der 25-Jährige ließ sich auch nicht von einigen harten Attacken der Australier aus dem Rhythmus bringen. Nach einem Foul an Schweinsteiger sah Australiens Starspieler Tim Cahill in der 56. Minute die Rote Karte. „Dieser Sieg ist gut für das Selbstvertrauen, weil man vorher etwas aufgeregt ist und nicht weiß, wo man steht. Wir haben guten Fußball geboten. So kann es weitergehen“, freute sich Schweinsteiger über den sensationellen Start ins Turnier. „Defensiv müssen wir als Mannschaft aber noch besser stehen.“

Lahm mahnt zur Vorsicht

Auch Lahm kann mit seinem Debüt als Kapitän bei einer Weltmeisterschaft mehr als zufrieden sein. Dennoch hob er mahnend den Zeigerfinger. Denn Australien hatte die einzige Chance gleich zu Beginn. Hier war es Lahm, der kurz vor der Torlinie für den bereist geschlagenen Manuel Neuer retten musste. „Man darf nicht vergessen, dass wir in den ersten Minuten etwas Glück gehabt haben“, sagte Lahm. „Dass einiges drin ist, haben wir vor dem Turnier gewusst. Aber es ist noch ein langer Weg“, drückte der Rechtsverteidiger vorsichtshalber ein wenig auf die Euphoriebremse.

Mit einem Sieg am Freitag gegen Serbien, das im anderen Spiel der Gruppe D gegen Ghana mit 0:1 verloren hat, kann die deutsche Nationalmannschaft bereits vorzeitig den Einzug ins Achtelfinale perfekt machen. Zum Abschluss der Gruppenspiele steht am Mittwoch, den 23. Juni, das Spiel gegen Ghana auf dem Programm. „Für uns gibt es jetzt nur ein Ziel: So schnell wie möglich das Achtelfinale zu erreichen“, gab Schweinsteiger die Marschrichtung vor.

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