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Deutschland - England

Lahm hungrig, Schweinsteiger fraglich

Am Freitagvormittag ging die deutsche Nationalmannschaft noch auf Schmusekurs mit den Löwen. Beim Besuch eines Tier-Parks streichelten die Spieler die Baby-Raubtiere, ausgewachsene Exemplare beobachteten sie aus respektvoller Distanz. Am Sonntag will das DFB-Team eine andere Gangart gegen die Löwen einlegen. Im WM-Achtelfinale sind die englischen „Three Lions“ Gegner des deutschen Teams. „Da wird es sicherlich mehr Zweikämpfe geben als heute Vormittag“, kündigte DFB-Kapitän Philipp Lahm zwei Tage vor dem Duell an.

Wembley-Tor, Elfmeterschießen und viel, meist englischer Frust. „Fußball ist ein Spiel, bei dem 22 Spieler hinter einem Ball herjagen und am Ende gewinnt immer Deutschland“, sagte einst Gary Lineker nach dem deutschen Penalty-Erfolg im WM-Halbfinale 1990 (4:3 i.E.). Keiner hat das prestigeträchtige Duell zwischen dem Fußball-Mutterland und Deutschland so schön auf den Punkt gebracht, wie Franz Beckenbauer gegenüber englischen Journalisten: „We call it a Klassiker.“

'Um jeden Zentimeter kämpfen'

Lahm erlebte die letzten zwei legendären Spiele gegen England bei der WM 1990 und der EM 1996 - beide gewann Deutschland im Elfmeterschießen - noch vor dem Fernseher. „Es ist ein großartiges Fußballspiel mit großer Tradition“, weiß der 26-Jährige, der das deutsche Team als Kapitän ins nächste K.o.-Duell mit England führt. „Aber die Spiele der Vergangenheit spielen für die Spieler, die am Sonntag auf dem Platz stehen werden, nicht die große Rolle.“

Lahm schwor seine Mannschaft auf das Hier und Jetzt ein. „Jeder Fehler kann entscheidend sein kann“, betonte er, „man muss um jeden Zentimeter kämpfen, jeder Spieler muss auf seiner Position die richtigen Entscheidungen treffen. Die Mannschaft muss wieder mutig, mit Überzeugung spielen.“ In der Offensive gelte es, den Ball besser laufen zu lassen, in der Defensive dürfe man nicht so viele Großchancen zu lassen wie gegen Ghana, sagte der 26-Jährige.

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