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Bedrohlich gut

Robbens WM beginnt mit Ausrufezeichen

Nach seinem starken Auftritt gegen die Slowakei gönnte sich Arjen Robben erst mal einen entspannten Abend mit der Familie. „Meine Eltern und meine Frau sitzen auf der Tribüne. Das ist schön. Und etwas Entscheidendes für das Team beigetragen zu haben, ist ein großartiges Gefühl“, sagte der holländische Dribbler nach dem 2:1 (1:0)-Sieg im WM-Achtelfinale, bei dem Robben zum ersten Mal nach seinem Muskelfaserriss im Oberschenkel in der „Oranje“-Startelf stand und gleich zum „Man of the Match“ gewählt wurde.

In seiner unnachahmlichen Art, in der er einige seiner 16 Bundesliga-Tore für den FC Bayern erzielte, schlug Robben in der 18. Minute eiskalt zu. Der 26-Jährige trat auf der rechten Seite an, zog nach innen, ließ drei Slowaken stehen und schloss mit einem trockenen Linksschuss ins kurze Eck ab. „Ich habe einige Tore für Bayern so gemacht, das stimmt. Es war ein guter Schuss“, meinte Robben grinsend.

'Eine Bedrohung für jeden Gegner'

Noch ist der FCB-Toptorjäger der zurückliegenden Saison (23 Pflichtspieltore) aber „nicht ganz der Alte“, wie „Bondscoach“ Bert van Marwijk sagte. „Es war wichtig, dass er heute 70 Minuten spielen konnte. Er hat viel Speed und Kreativität eingebracht“, lobte ihn der holländische Trainer. Die Entscheidung, Robben von Beginn an zu bringen, sei am Samstag gefallen. „Er ist zu mir gekommen und hat gesagt: Trainer, ich fühle mich wieder frei und habe keine Angst mehr“, berichtete Van Marwijk.

Nicht nur der Trainer, sondern auch die Mannschaft der Niederlande ist froh, dass der Weltklassemann jetzt wieder zur Verfügung steht. Gerade rechtzeitig vor dem Viertelfinale am Freitag gegen Brasilien. „Robben ist eine Bedrohung für jeden Gegner“, sagte Mark van Bommel, „er bindet immer zwei, drei Leute. Und dann schießt er entweder selbst ein Tor oder spielt einen anderen frei. Jeder Nationalcoach auf der Welt hätte gern einen solchen Spieler.“

Ein flaues Gefühl

Auch der slowakische Trainer Vladimir Weiss. Den beschlich schon vor dem Anpfiff ein flaues Gefühl. „Als ich Robben auf der Aufstellung sah, wusste ich, dass er die Holländer um 50 Prozent stärker macht. Er ist einfach genial“, schwärmte Weiss, der sich dann zu seinem Leidwesen vom Spiel bestätigt sah.

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