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Sprints statt Waldlauf

'Wir trainieren, was wir im Spiel brauchen'

Wenn Marcelo Martins den Taktstock schwingt, ist das auch in der letzten Ecke des Trainingsgeländes noch zu hören. Zack, zack, zack - wie ein Metronom klatscht er kräftig in die Hände, gibt ein kurzes Kommando und die Spieler explodieren. Sie sprinten los, vollführen schlagartig Richtungswechsel, umkurven Hütchen und springen über Stangen.

Louis van Gaal beobachtet das explosive Treiben sitzend von Hermann Gerlands Golfcart aus. Er selbst hat als Spieler in den 70er und 80er Jahren zu diesem frühen Zeitpunkt der Vorbereitung, wo es klassischer Weise darum geht, sich Grundlagen in puncto Kondition und Kraft zu erarbeiten, völlig anders trainiert, erzählt er fcbayern.de schmunzelnd. „Ich habe gesehen, wie es nicht geht. Deswegen habe ich ein anderes Training entwickelt.“

'Fußball ist ein Intervallsport'

Medizinbälle? Bleiwesten? Waldläufe? Van Gaal schüttelt den Kopf. „Ich habe eine andere Philosophie“, erklärt der FCB-Chefcoach, „wir trainieren, was wir im Spiel brauchen.“ Und das sind eben keine Dauerläufe. „Ich weiß: Das macht man in Deutschland viel“, so der Holländer, „ich mache das nicht. Fußball ist ein Intervallsport.“

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