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Männer mit Torriecher

Die nächste Müller-Klose-Show in Südafrika

Sein berühmter Namensvetter traut ihm in Südafrika alles zu - und auch gegen Argentinien gab der junge Thomas Müller dem ehemaligen „Bomber der Nation“ wieder Recht. Noch nicht einmal drei Minuten waren im Green Point Stadion von Kapstadt absolviert, als der erst 20-Jährige einen scharfen Freistoß von Bastian Schweinsteiger mit dem Schopf verlängerte und Argentiniens Keeper Sergio Romero keine Abwehrchance ließ.

„Er kann mein Nachfolger werden. Ich bin stolz auf ihn“, sagte der legendäre Gerd Müller, der sich in der 68. Spielminute erneut mit dem jungen Thomas Müller freuen konnte. Im Sitzen leitete der FCB-Youngster das zweite Tor beim fantastischen 4:0 im WM-Viertelfinale gegen Argentinien mit einem Pass in den Lauf von Podolski ein. Klose vollstreckte schließlich.

Klose gleichauf mit dem 'Bomber'

Für den 32-Jährigen war es in der 68. Minute der erste von zwei Treffern an diesem Nachmittag, und das in seinem 100. Länderspiel. Insgesamt war es Kloses zehnter Doppelpack im DFB-Trikot, durch den er in der ewigen WM-Torschützenliste mit Gerd Müller (14 Treffer) gleichzog. Nur noch Ronaldo (15) liegt knapp vor ihm. „Ich bin sehr, sehr glücklich“, sagte Klose, der sich aber nicht mit dem „Bomber“ vergleichen wollte: „Gerd Müller hat zwei WMs gespielt, ich spiele schon meine dritte. Aber ich hätte nichts dagegen, hier noch den einen oder anderen Treffer zu erzielen.“

Für den jungen Thomas Müller ist es nach seiner ersten Profi-Saison seine erste Weltmeisterschaft. Und wie schon beim FC Bayern feiert der Oberbayer auch beim Welt-Championat einen überwältigenden Einstand. Ein Tor zum Auftakt gegen Australien (4:0), gleich zwei Treffer beim imponierenden 4:1 gegen England - und nun der Super-Auftritt gegen die „Gauchos“ von Trainer und Idol Diego Maradona.

Gelb-Sperre im Halbfinale

„Star des Spiels war eindeutig mal wieder die Mannschaft. Wir spielen alle voll am Limit, jeder haut sich für die Sache rein“, hob Müller nicht seine, sondern die Leistung der gesamten Mannschaft heraus. Mit einer Kusshand in Richtung TV-Kameras und damit an seine Lieben zu Hause feierte der „neue“ Müller sein viertes Tor in Südafrika. Damit spielt er nun sogar in einer Liga mit Gonzalo Higuaín (Argentinien), Wesley Sneijder (Niederlande), David Villa (Spanien) , Robert Vittek (Slowakei) und Teamkollege Klose.

Der Dämpfer kam dann nach 35 Minuten. Als dem Münchner der Ball an den Oberarm sprang, zog der usbekische Referee Rawschan Irmatow den Gelben Karton für den schon vorbelasteten Offensivmann. Bundestrainer Joachim Löw verfolgte die Bestrafung durch den 32-jährigen Referee, der zuvor noch großzügig geleitet hatte, mit weit aufgerissenen Augen. Bei seiner Auswechslung in der 83. Minute wurde Müller dann von allen Kollegen abgeklatscht.

Im 'Club der Hunderter'

Müller hofft nun, sein achtes Länderspiel im WM-Finale bestreiten zu können. „Ich hoffe, dass meine Kollegen im Halbfinale alles richtig machen, dann kann ich vielleicht im Finale wieder ein Tor machen“, sagte er. Klose ist da schon ein Stückchen weiter. Der 32-Jährige ist gegen Argentinien als neunter deutscher Nationalspieler in den illustren „Club der Hunderter“ eingezogen. 52 Länderspiel-Tore hat er jetzt auf dem Konto - und die deutsche Show in Südafrika ist noch nicht vorbei. Schon 2002 und 2006 war Klose mit jeweils fünf Treffern bester deutscher WM-Torschütze.

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