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'Wir sind reif'

Drei Bayern greifen nach dem WM-Titel

16 gibt es schon. Von A wie Augenthaler bis T wie Thon. 14 Deutsche, ein Brasilianer, ein Franzose. Alle wurden sie als Profis des FC Bayern Weltmeister. Am Sonntag könnten die ersten Holländer dazu kommen. Mark van Bommel, Arjen Robben und Edson Braafheid spielen in Johannesburg gegen Spanien um den WM-Titel 2010. „Wir sind reif für den Titel“, ist FCB-Kapitän Van Bommel überzeugt, dass es schon bald 19 bayerische Weltmeister geben wird.

Das Selbstbewusstsein der „Elftal“ kommt nicht von ungefähr. 25 Spiele in Folge haben die „Oranjes“ nicht mehr verloren, als einziges WM-Team haben sie bisher alle ihre Spiele gewonnen. Jetzt soll endlich der Traum vom WM-Titel wahr werden. „Ich habe vor kurzem ein großes Finale verloren. Das passiert mir nicht noch einmal“, erinnerte Arjen Robben an das verlorene Champions-League-Finale gegen Inter Mailand sieben Wochen zuvor.

'Noch ein Sieg'

Zwei Mal standen die Holländer bereits im WM-Finale. 1974 verloren sie gegen Deutschland (1:2), 1978 gegen Argentinien (1:3). Doch aller guten Dinge sind auch in Holland „drie“. „Es war unser Ziel, nach 32 Jahren endlich wieder ein WM-Finale zu erreichen. Dafür haben wir alle hart gearbeitet“, sagte Robben, „jetzt werden wir alles dafür tun, um dieses Spiel zu gewinnen.“

„Noch ein Spiel, noch ein Sieg“, gab Trainer Bert van Marwijk als Motto für das Finale aus. Der Schwiegervater von Van Bommel gilt als Vater des Erfolgs. Ihm gelang es, erstens eine Mannschaft zu formen (Robben: „Unsere größte Stärke ist, dass wir eine Mannschaft sind.“) und zweitens eine Balance zwischen Individualisten und Arbeitern zu finden.

Van Bommels letzte Chance

Der zentrale Punkt in Hollands Elf ist Van Bommel, den die niederländische Zeitung „De Telegraaf“ als „Motor von Oranje“ bezeichnete. Van Bommel dirigiert, Van Bommel grätscht, Van Bommel leitet das Angriffsspiel ein. „Das ist meine letzte WM, meine letzte Chance. So eine Gelegenheit will ich mir nicht entgehen lassen“, hat der 33-Jährige den WM-Pokal fest im Visier.

Um diesen am Sonntag in den Händen halten zu können, wird es auch auf Wesley Sneijder und Robben ankommen, zwei Weltklassespieler, die ein Spiel allein entscheiden können. Das Duo sorgt in Südafrika für die Glanzpunkte im ansonsten erstaunlich nüchternen Spiel der Holländer, beide sind auch für den „Goldenen Ball“ als beste Spieler des Turniers nominiert.

'Das Ergebnis ist das Wichtigste'

„Wir haben in der Vergangenheit oft genug gehört, dass wir schön gespielt haben. Gebracht hat es uns aber nichts“, meinte Robben. Auf FIFA.com zog er die Lehren aus den Finalniederlagen von 1974 und 1978: „Wenn man eine WM gewinnen will, dann ist nicht das Wichtigste, immer schön zu spielen. Das Ergebnis ist das Wichtigste.“ 16 bayerische Weltmeister werden ihm da zustimmen.