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3:2 gegen Uruguay

Müller trifft auch im kleinen Finale

Eine bayerische Co-Produktion leitete den versöhnlichen Abschluss der deutschen Nationalmannschaft bei der WM 2010 in Südafrika ein. Bastian Schweinsteiger zog aus der Distanz ab, Thomas Müller (18.) verwandelte den Abpraller zur zwischenzeitlichen 1:0-Führung im kleinen Finale um Platz drei gegen Uruguay. Letztlich siegte das DFB-Team gegen die Südamerikaner mit 3:2 (1:1). Marcell Jansen (56.) und Sami Khedira (82.) erzielten die weiteren Treffer für das Team von Bundestrainer Joachim Löw. Edinson Cavani (28.) und Diego Forlan (51.) trafen vor 36.254 im Nelson Mandela Bay Stadion in Port Elizabeth für Uruguay.

Butt feiert Premiere

Insgesamt vier Spieler des FC Bayern kamen gegen Uruguay zum Einsatz. Unter anderem auch Jörg Butt. Der 36-jährige Bayern-Keeper bestritt das erste WM-Spiel seiner Karriere. Mit glänzenden Paraden insbesondere in der zweiten Hälfte bewahrte er das DFB-Team vor weiteren Gegentreffern. Er spielte ebenso 90 Minuten durch wie die erneut stark auftrumpfenden Müller und Schweinsteiger. Nachdem der eigentliche Kapitän Philipp Lahm aufgrund einer Grippeerkrankung passen musste, führte Schweinsteiger als Ersatzkapitän die Mannschaft auf den Platz. Toni Kroos wurde in der 81. Minute eingewechselt.

Nach 18 Minuten eröffnete Müller den Torreigen, als er nach einem Schweinsteiger-Weitschuss blitzschnell reagierte und den vom Keeper abprallenden Ball ins leere Tor versenkte. Es war sein fünfter WM-Treffer. Damit steht er vor dem Endspiel zwischen den Niederlande und Spanien auf einer Stufe mit Forlan, David Villa (Spanien) und Wesley Sneijder (Niederlande), die allesamt fünf Treffer auf dem Konto haben. Eine sagenhafte Bilanz für den Senkrechtstarter der Saison. Nach Müllers Führungstreffer drehte Uruguay zwischendurch die Partie und führte 2:1, doch mit einem tollen Endspurt sorgten Jansen und Khedira mit zwei Kopfballtreffern für den verdienten Sieg in einer abwechslungsreichen Partie.

Charakter bewiesen

„Das war sehr wichtig gegenüber den Fans in Deutschland, die uns wahnsinnig unterstützt haben“, sagte Schweinsteiger nach der Partie. „Gott sei Dank haben wir gewonnen. Wir lagen 1:2 hinten und sind wieder zurückgekommen. Das zeigt die Charakterstärke die Mannschaft. Ich bin sehr stolz darauf, dass ich mit dieser Mannschaft das Turnier bestreiten durfte. Es hat sehr viel Spaß gemacht.“

Kleiner Wermutstropfen am Rande: Miroslav Klose musste aufgrund von Rückenproblemen passen und kam nicht zum Einsatz. So konnte der Bayern-Stürmer seine sensationelle Tor-Bilanz bei Weltmeisterschaften nicht weiter aubauen. Mit 14 Toren hat Klose genauso viele WM-Tore geschossen wie der legendäre Gerd Müller. Damit rangieren die beiden gemeinsam auf Platz zwei der ewigen WM-Goalgetter. Ronaldo bleibt weiterhin Spitzenreiter. Er hat ein Törchen mehr erzielt.

Lahm muss ins Bett

Während die Mannschaft das Turnier-Ende kräftig feiern wird, muss Lahm wohl etwas kürzer treten. „Ich werde gleich ins Bett gehen“, sagte der grippegeschwächte Kapitän, der abschließend ein positives Fazit zog. „Wir hatten einen Tag weniger Pause. Das hat man gemerkt. Umso beeindruckender war, dass wir die Wende noch geschafft haben.“

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