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Bitteres WM-Ende

Rücken verhindert Kloses Rekordjagd

Eine Rückenblessur hat die WM-Rekordjagd von Torjäger Miroslav Klose gestoppt. Wegen eines eingequetschten Ischiasnervs konnte der Stürmer des FC Bayern am Samstag im „kleinen WM-Finale“ in Südafrika nicht mitwirken - ein ganz bitterer Abschied für den 32-Jährigen von der Weltmeisterschaftsbühne.

Bis zuletzt hatte Klose alles versucht - noch auf den Rasen des Nelson-Mandela-Bay-Stadions in Port Elizabeth. „Es war unglaublich schade für ihn, wenn man vor so einem Rekord steht“, bedauerte Joachim Löw, hatte Klose aber deutlich gemacht: „Die Mannschaft steht über allem.“

Kloses Vorahnung

„Mehr als 19 WM-Spiele werde ich wohl nicht machen“, hatte Klose schon vor dem „kleinen Finale“ erklärt, sich dabei aber nur verrechnet. Denn mit einem Einsatz gegen Uruguay wäre der Bayern-Angreifer auf insgesamt 20 WM-Partien gekommen und hätte in der ewigen DFB-Wertung allein Platz drei hinter Lothar Matthäus (25) und Uwe Seeler (21) erobert.

„Der Miro wollte unbedingt spielen. Er hatte am Morgen ein gutes Gefühl“, berichtete Bundestrainer Löw. Aber nach einem Härtetest signalisierte Klose: „Es macht keinen Sinn.“ Nicht nur der Titel-Traum ist bei seinem dritten WM-Turnier geplatzt. Der unglückliche Sturz auf den Rücken beim 0:1 im Halbfinale gegen Spanien beendete auch alle Rekord-Träume. „Er konnte keinen Sprint machen“, erklärte Löw zu Kloses Verletzung.

Ein Tor fehlt

Vier WM-Tore reichten dem Münchner nicht, um nach jeweils fünf bei den Championaten 2002 und 2006 den Brasilianer Ronaldo (15 Treffer) als Rekordschützen einzuholen. Und die Weltmeisterschaft in vier Jahren in Brasilien wird für den dann 36-jährigen Klose wohl zu spät kommen. „Wehmut spürt man schon. Ich glaube nicht, dass ich noch mehr WM-Spiele mache“, hatte der Torschützenkönig von 2006 gesagt.

„Ich möchte bei der WM mindestens fünf Tore schießen“, hatte Klose als persönliches Ziel verkündet. Es wurden vier, mit denen er zumindest mit dem „Bomber der Nation“, Gerd Müller (14), gleichzog. Auch seinen Titel als WM-Torschützenkönig konnte er nicht verteidigen.

Großer Ehrgeiz

Löw hat auch nach einer für Klose unglücklich verlaufenen Saison beim FC Bayern mit nur drei Bundesligatreffern nie am Torjäger gezweifelt und ihm immer Vertrauen geschenkt. „Er beginnt nicht, in schlechten Phasen an sich zu zweifeln“, betonte der Chefcoach, der Klose auch als Persönlichkeit schätzt: „Ihn zeichnet über Jahre ein hohes Maß an Selbstkritik und Bescheidenheit aus.“

Auch nach über 100 Länderspielen habe er noch „einen großen Ehrgeiz, erfolgreich zu sein“. Schluss ist deshalb für den gebürtigen Polen im DFB-Team noch nicht: Die EM 2012 in seinem Geburtsland Polen sowie in der Ukraine ist sein neues Ziel.

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