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0:1 gegen Spanien

Traum vom WM-Finale geplatzt

Für Bastian Schweinsteiger, Philipp Lahm und sechs weitere Spieler des FC Bayern ist der Traum vom vierten Stern geplatzt. Die deutsche Nationalmannschaft verlor das Halbfinale bei der WM 2010 in Südafrika gegen Spanien mit 0:1 (0:0). Vor 60.960 Zuschauern im Moses-Mabhida-Stadion von Durban erzielte Carles Puyol in der 73. Minute per Kopf nach einer Ecke das Tor des Tages. Damit trifft die DFB-Auswahl am Samstag im Spiel um Platz drei auf Gegner Uruguay. Spanien steht im Endspiel gegen die Niederlande mit Arjen Robben und Mark van Bommel vom deutschen Rekordmeister.

Für den gelb-gesperrten Thomas Müller rutschte Piotr Trochowski in die Startformation. Dafür spielten mit Schweinsteiger, Lahm und Miroslav Klose drei Bayern über die volle Distanz. Toni Kroos (62.) und Mario Gomez (81.) wurden im Laufe der Partie eingewechselt. Bayern-Youngster Kroos hatte sogar kurz vor dem 1:0 der Spanier die große Chance, Deutschland in Führung zu bringen. Seine Direktabnahme aus etwa zehn Metern konnte Iker Casillas aber glänzend abwehren.

Spanien dominierte

Doch die Möglichkeit von Kroos war fast schon die einzige richtige Chance, die sich das Team von Bundestrainer Joachim Löw in den gesamten 90 Minuten herausspielen konnte. Spanien dominierte über weite Strecken das Geschehen und drängte die deutsche Mannschaft, die ein wenig Angst vor der eigenen Courage zeigte, mit ihrem gekonnten Passspiel tief in die eigene Hälfte, ohne allerdings die ganz großen Chancen herauszuspielen. Dennoch hatten die Iberer vor dem 1:0 durch Puyol einige Einschussmöglichkeiten, konnten diese aber nicht nutzen.

Lahm ist enttäuscht

Mannschaftskapitän Lahm war unmittelbar nach der Partie noch sehr geknickt. „Es ist bitter, wenn man im Halbfinale ausscheidet. Die Enttäuschung ist sehr groß. Wir hatten uns heute sehr viel vorgenommen, aber es ist uns nicht gelungen. Wir haben vor allem in der ersten Halbzeit nicht gut und nicht mutig genug nach vorn gespielt. Spanien ist eine sehr starke Mannschaft“, sagte der 26-Jährige. Der Bayern-Verteidiger weiter: „Nach hinten haben wir nicht viel zugelassen. Und dann muss man eben seine wenigen Chancen nutzen.“

Auch Schweinsteiger haderte hinterher, dass die DFB-Elf gegen Spanien nicht an die Leistungen aus den vorherigen Spielen anknüpfen konnte. „Man ist verärgert, wenn man kurz vor dem Finale steht und dann nicht so spielt, wie man es eigentlich vorhatte. Wir sind oft dem Ball hinterher gelaufen. Wir haben es nicht zu 100 Prozent geschafft, taktisch so gut zu spielen, wie in den zwei Partien zuvor. Aber gegen eine Top-Mannschaft ist das auch nicht einfach.“ Teamkollege Klose, der im Angriff ganz auf sich alleine gestellt war, sah dies ähnlich. „Wir haben uns zu wenig zugetraut. Ich bin natürlich enttäuscht. Alle hatten gehofft, dass wir ins Finale kommen, das ist uns nicht gelungen. Wir waren viel zu viel mit der Defensive beschäftigt.“

Müller musste tatenlos zuschauen

Besonders bitter war die Niederlage für Müller, der wegen seiner Sperre nicht mithelfen konnte, das Blatt noch zu wenden und auf der Tribüne zum Zuschauern verdonnert war. „Im Moment ist eine Riesenenttäuschung da. Das Ergebnis ist für uns eine Katastrophe. Spanien hat exzellente Fußballer, nichtsdestotrotz wäre auch gegen Spanien für uns was drin gewesen. Leider konnten wir nicht an unsere vorherigen Leistungen anknüpfen.“

Am Samstagabend ist das WM-Turnier für die Bayern-Spieler endgültig beendet. Dann trifft die DFB-Elf in Port Elizabeth im kleinen Finale auf Uruguay. Einen Tag später kämpfen die Niederlande mit Van Bommel und Robben gegen Deutschland-Bezwinger Spanien in Johannesburg um die WM-Krone.

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