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'Glück im Unglück'

Außenbandriss! Keine OP für Ribéry

Es sah nicht gut aus für Franck Ribéry, als er am Dienstagabend in der 64. Minute des Auswärtsspiels in Hoffenheim gestützt von zwei Betreuern vom Platz humpelte. Das Gesicht schmerzverzerrt, Tränen in den Augen. Auf Krücken trat der französische Wirbelwind die Heimreise nach München an. „Im ersten Moment haben wir mit dem Schlimmsten gerechnet“, berichtete Sportdirektor Christian Nerlinger fcbayern.de.

Nach einer Kernspintomographie bei Dr. Hans-Wilhelm Müller-Wohlfahrt am Mittwochvormittag gab es dann zumindest teilweise Entwarnung. Ribéry erlitt einen Riss des vorderen Außenbandes sowie eine Kapselverletzung im rechten Sprunggelenk. „Er muss nicht operiert werden. Das ist Glück im Unglück“, sagte Nerlinger, „ich denke, dass er in drei Wochen vielleicht wieder mit dem Mannschaftstraining beginnen kann.“

„Ich hatte Schlimmeres befürchtet, ich bin etwas erleichtert“, atmete auch Trainer Louis van Gaal auf, „ich hoffe, dass er sich gut erholt und bald wieder bei der Mannschaft ist.“ In den kommenden zehn Tagen muss Ribéry nun einen Gips tragen, dann erhält er weitere zehn Tage lang einen Spezialschuh, ehe er mit dem Aufbautraining beginnen kann. Zum heißen Hinrundenfinale ab Ende Oktober könnte der 27-Jährige schon wieder einsatzfähig sein.

Vorerst muss der FC Bayern aber jetzt auch auf den zweiten Teil seiner Weltklasse-Flügelzange verzichten. Arjen Robben fällt ohnehin noch länger verletzt aus. „Natürlich ist Franck für uns ein äußerst wichtiger Spieler“, sagte Nerlinger, „viel schwieriger ist es aber jetzt für ihn, mit der Situation umzugehen.“

'Ein kleiner Rückschlag'

Der FCB-Sportdirektor erinnerte an die letzte Saison, in der Ribéry vom Verletzungspech verfolgt worden war. Noch im Juni hatte er sich einer Leistenoperation unterziehen müssen. „Jetzt haben wir ihm alle gewünscht, dass es so weitergeht, wie es in dieser Saison begonnen hat, nämlich ohne Verletzungen. Er hat hervorragend trainiert und alles gegeben“, sagte Nerlinger. Die neuerliche Verletzung sei „jetzt natürlich ein Rückschlag, aber ein kleiner Rückschlag, von dem er sich sehr schnell erholen wird.“

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