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Auswärtsspiel in Dresden

Bayern II auf Punktejagd im Hexenkessel

Die Vorfreude bei Danny Schwarz ist groß. „Es gibt nichts Schöneres, als auswärts in einem solchen Hexenkessel vor 15.000 Leuten zu spielen“, sagte der Kapitän des FC Bayern II vor dem Auswärtsspiel der „kleinen“ Bayern bei Dynamo Dresden am Samstagnachmittag. Das dortige Rudolf-Harbig-Stadion war in der letzten Saison mit rund 14.500 Zuschauern pro Spiel DER Hexenkessel der 3. Liga. Schwarz ist jedoch eine Ausnahme beim FCB II. Mit seinen 35 Jahren hat er dem ansonsten sehr jungen Team einiges an Erfahrung voraus. „Allein schon die Lautstärke im Stadion in Dresden sind einige von uns nicht gewohnt“, weiß er.

Dennoch haben sich die „kleinen“ Bayern am Freitagvormittag voller Zuversicht auf die 460 Kilometer lange Busreise von München nach Dresden gemacht. „Es ist immer besser, vor vielen Zuschauern zu spielen als vor wenigen“, meinte Trainer Hermann Gerland, dem aber ebenfalls bewusst ist, dass das Publikum ein Trumpf im Blatt von Dynamo ist: „Dresden ist fußballerisch nicht besser als wir. Aber das ist eine erste Mannschaft, die Tradition und die Unterstützung der Zuschauer hat. Und die Stimmung kann in der einen oder anderen Situation auch den Schiedsrichter unter Druck setzen.“

'Immer deutlich besser als der Gegner, aber…'

Zwei Spiele, zwei Niederlagen lautet die bisherige Bilanz des FCB II in Dresden. In der letzten Saison gab es dort ein 0:2. Im dritten Anlauf wollen die Münchner jetzt endlich punkten im Rudolf-Harbig-Stadion. „Das müssen wir auch, damit wir nicht wieder unten drinstecken“, sagte Schwarz, dem der schlechte Saisonstart der vergangenen Saison nur zu gut in Erinnerung ist.

Fünf Punkte stehen aktuell nach sechs Spielen für Gerlands Team zu Buche. Dresden hat nur zwei Zähler mehr auf dem Konto. Zuletzt kassierten beide Teams Niederlagen. Dynamo ging in Sandhausen 1:4 unter, die Bayern verloren gegen Heidenheim erstmals nach elf Monaten wieder ein Heimspiel (2:3) - eine Partie, die die Probleme der Mannschaft vor Augen führte: „Wir spielen immer deutlich besser als der Gegner. Aber hinten kriegen wir Tore, die so nicht fallen dürften, und vorne lassen wir zu viele Chancen aus“, analysierte Gerland.

Dresdner Verstärkungen

Das soll sich am Samstag in Dresden nicht wiederholen. Trotz Hexenkessel. Trotz der Tatsache, dass sich die Sachsen im August noch mit U20-Nationalstürmer Alexander Esswein sowie dem erst- und zweitligaerfahrenen Cristian Fiel verstärkt haben. Darauf haben sich die Münchner in der zweiwöchigen Länderspielpause eingestellt. Schwarz betonte: „Wir wissen, was uns erwartet.“

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