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Lahm, Müller & Co.

Der Weg vom junior team in die Nationalelf

Spielfrei, trainingsfrei, Länderspielpause und dennoch ist der FC Bayern in den Zeitungen am Montagmorgen allgegenwärtig. Die Aufstellung der deutschen Nationalmannschaft vom jüngsten Sieg in Belgien ist dort abgedruckt und die wird dominiert vom FC Bayern, genauer gesagt vom junior team des FC Bayern. Denn fünf Akteure im DFB-Trikot stammen aus der Talentschmiede des deutschen Rekordmeisters. Eine Zahl, auf die die Nachwuchsabteilung stolz sein kann.

„Da freut man sich natürlich“, sagte Werner Kern, der Leiter des junior teams, fcbayern.de. „Philipp Lahm und Bastian Schweinsteiger sind zu absoluten Topspielern geworden, die in der ganzen Welt anerkannt sind. Thomas Müller war der Shootingstar der WM. Er wird genauso seinen Weg weitermachen wie Holger Badstuber. Und Toni Kroos wird über kurz oder lang auch Stammspieler werden. Das ist eine tolle Geschichte für unsere gesamte Nachwuchsarbeit.“

Nicht vorhersehbar

Kern hat den Weg des Quintetts von der Jugend in die deutsche Nationalmannschaft von klein auf verfolgt. Lahm und Müller kamen im Alter von elf Jahren ins junior team des FC Bayern, Schweinsteiger war 13, Badstuber 14 und Kroos 16 Jahre alt. Welch steile Karriere die fünf nach ihrer Jugendzeit machen würden, sei nicht absehbar gewesen, sagte Kern. „Man kann in etwas abschätzen, ob einer das Talent dazu hat, Bundesligaspieler zu werden. Aber ob einer eine solche Karriere hinlegen wird wie Schweinsteiger oder Lahm, das weiß kein Mensch.“

Für eine Karriere à la Schweinsteiger müssen nämlich einige Faktoren zusammenkommen. Zuallererst muss natürlich Talent da sein, das dann gefördert und geformt wird. „Beim FC Bayern erhalten die jungen Spieler eine sehr gute Grundausbildung. Am späteren Erfolg haben alle Trainer im junior team ihren Anteil“, betonte Kern.

Entwicklung auch im Kopf

Abgesehen vom Fußballerischen muss aber auch die mentale, charakterliche Entwicklung passen. „Nehmen wir Thomas Müller als Beispiel“, meinte Kern, „der ist acht, neun Jahre lang jeden Tag von Pähl in die Schule nach Weilheim und von dort aus zum Training nach München gefahren. Jeden Tag hat er diesen beschwerlichen Weg auf sich genommen. Bis er sein Abitur gemacht hatte und er hat es auch noch gut gemacht.“

Nach dem Abitur ist Müller dann - zunächst ein Jahr in der zweiten Mannschaft, dann bei den Profis - auf dem Fußballplatz durchgestartet. Dabei kam ihm auch entgegen, dass beim FC Bayern mit Louis van Gaal ein Cheftrainer tätig war und ist, „der auf junge Leute setzt und sie weiterentwickeln will“, wie Kern sagte. „Die Konstellation mit Louis van Gaal und Hermann Gerland als seinem Co-Trainer, der ein sehr gutes Auge für junge Spieler hat und die Brücke zum Nachwuchsbereich ist, ist ideal“, meinte der junior-team-Leiter.

'Viele Wege sind richtig'

Müller hat die Chance bekommen, genutzt und sich bei den Profis so weiterentwickelt, dass er es innerhalb kürzester Zeit zum WM-Torschützenkönig geschafft hat. Die besonderen Bedingungen in der Lizenzspielerabteilung des FC Bayern haben ihr Übriges dazu beigetragen. „Dort müssen die jungen Spieler höchsten Ansprüchen gerecht werden, sich national und international im Wettkampf durchsetzen“, sagte Kern, „das hat ihnen auch ganz entscheidend geholfen.“

Einen Königsweg vom junior team in die Nationalmannschaft gibt es jedoch nicht. „Manche Spieler überspringen ein Jahr in der Jugend, wie Philipp Lahm oder Bastian Schweinsteiger. Andere, wie Thomas Müller, machen das nicht“, erzählte Kern, „es gibt keinen vorgeschriebenen Weg. Viele Wege sind richtig.“ Gemeinsamer Nenner ist aber der FC Bayern. „Es sind einfach die Umstände, die in diesem Verein vorherrschen. Hier hat man erstklassige Entwicklungsmöglichkeiten.“ Ein Blick in die Zeitungen unterstreicht das.

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