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Jörg Butt im Interview

'Es wird kein Selbstläufer'

116 Tage nach dem verlorenen Finale von Madrid startet der FC Bayern am Mittwochabend gegen den italienischen Vizemeister AS Rom in die neue Champions-League-Saison. Zum Auftakt in der Allianz Arena soll möglichst gleich ein Sieg gelingen, um den Grundstein für das Erreichen der K.o.-Phase zu setzen. „Das ist gleich ein gutes Zeichen, wenn man mit drei Punkten in die Gruppe startet“, erklärte FCB-Torwart Jörg Butt im Interview mit fcbayern.de.

Das Interview mit Jörg Butt

fcbayern.de: Jörg, am Mittwoch startet Ihr in die neue Champions-League-Saison. Wie groß ist die Vorfreude auf das erste Spiel gegen den AS Rom?
Jörg Butt: „Die ist immer groß, wenn man in der Champions League spielt, das ist immer etwas Besonderes. Das sind immer Festtage in der Champions League.“

fcbayern.de: Seit dem Finale am 22. Mai gegen Inter Mailand ist auch bei Dir viel passiert: die WM in Südafrika, Urlaub, eine kurze Vorbereitung, der Saisonstart. Geht einem das verlorene Endspiel noch durch den Kopf?
Jörg Butt: „Im Grunde ist das abgehakt - nur, man ärgert sich nach wie vor darüber. Aber das ist auch die Motivation, in der neuen Saison wieder anzugreifen und zu versuchen, so weit wie möglich zu kommen. Natürlich ist das immer schwer in der Champions League, da gehört auch etwas Losglück und die richtige Tagesform dazu. Aber man hat auch gesehen, dass man, auch wenn man nicht unbedingt zum Favoritenkreis gehört, doch sehr weit kommen kann. Das muss der Antrieb sein für diese Saison.“

fcbayern.de: Wie bewertest Du die Gruppe mit Rom, Basel und Cluj?
Jörg Butt: „Wir müssen weiterkommen, definitiv. Trotzdem wird es nicht so einfach, wie man das von den Namen her denken könnte. Der AS Rom ist eine große Mannschaft, Vizemeister in Italien. Cluj ist in den letzten Jahren in Rumänien sehr erfolgreich gewesen, die Rumänen sind grundsätzlich technisch sehr versierte Spieler. Und auch Basel ist als Schweizer Double-Gewinner nicht zu unterschätzen. Wir wollen ganz klar in die nächste Runde einziehen, aber es wird sicher kein Selbstläufer.“

fcbayern.de: Während in Rumänien und der Schweiz die Saison schon etwas länger läuft, hat in Italien die Runde erst angefangen. Ist es ein Vorteil, gleich im ersten Spiel auf den vermeintlich stärksten Gegner zu treffen?
Jörg Butt: „Es kann für die anderen Mannschaften schon ein Vorteil sein, dass sie länger in der Saison sind. Insofern ist es ganz gut für uns, dass wir auf die Römer treffen, dann wissen wir gleich, wo wir stehen. Aber unabhängig von den jeweiligen Konstellationen: Wir haben ein Heimspiel und das müssen wir gewinnen. Das ist gleich ein gutes Zeichen, wenn man mit drei Punkten in die Gruppe startet.“

fcbayern.de: Der AS Rom ist am Samstag in Cagliari mit 1:5 unter die Räder gekommen. Hat das einen Einfluss auf das Spiel am Mittwoch?
Jörg Butt: „Wir dürfen jetzt sicherlich nicht den Fehler machen und aufgrund des Ergebnisses glauben, dass es einfach wird. Man muss den Spielverlauf sehen, darf das Ergebnis nicht überbewerten. Gegen uns wird es ein anderes Spiel, es ist ein anderer Wettbewerb.“

fcbayern.de: Wie beurteilst Du Euer letztes Ergebnis gegen Bremen?
Jörg Butt: „Wir sind nicht zufrieden, gerade in der ersten Halbzeit haben wir zu viele Fehler gemacht, hatten zu viele einfache Ballverluste und haben dadurch den Bremern Chancen ermöglicht. Dazu haben wir uns zu wenige Chancen erarbeitet. Das war dann in der zweiten Halbzeit besser, nur muss man dann auch die Möglichkeiten nutzen.“

fcbayern.de: Die Mannschaft ist sicher noch nicht in der Form der letzten Saison, Du dagegen hast auch gegen Bremen einige Mal bewiesen, dass Du schon gut drauf bist. Ist es als Torwart einfacher, in kurzer Zeit in Form zu kommen und seinen Rhythmus zu finden?
Jörg Butt: „Ich glaube, das hat weniger mit der Position zu tun. Es ist sicher auch abhängig davon, wieviele Spiele man gemacht hat. Bei mir war es ja so, dass ich bei der WM relativ wenig gespielt habe, nur das Spiel um Platz drei. Über das Thema ist viel gesprochen worden und es ist natürlich nicht ideal, gerade auch mit den Länderspielansetzungen, die mehr als unglücklich waren, noch vor dem ersten Bundesligaspiel. Aber wir als Mannschaft müssen es so nehmen wie es ist und zusehen, dass wir uns jetzt möglichst schnell steigern.“

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