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Zu Gast in Hoffenheim

FC Bayern will 'das Glück erzwingen'

Keine Zeit zum Verschnaufen für den FC Bayern mitten im heißen Herbst. Drei Tage nach dem torlosen Remis im Heimspiel gegen den 1. FC Köln will der deutsche Rekordmeister am Dienstagabend im Gastspiel beim Tabellen-Zweiten 1899 Hoffenheim (ab 19.45 Uhr im FCB-Liveticker und im FCB.tv-Webradio) endlich den zweiten Saisonsieg unter Dach und Fach bringen, um den Rückstand an die Spitzengruppe zu verringern.

„Allmählich sollten wir die Dreier einfahren“, weiß Philipp Lahm, dass der FCB mit fünf Punkten aus vier Spielen und zuletzt drei sieglosen Spielen in Folge klar hinter den eigenen Erwartungen zurückliegt. „Wir müssen gewinnen, es gibt nichts anderes“, meinte dazu auch Innenverteidiger Holger Badstuber. Und Thomas Müller ergänzte: „Wir haben jetzt die Punkte bitter nötig.“

„Wir sind eine Spitzenmannschaft, wir müssen weiter oben stehen“, fordert Trainer Louis van Gaal vor den beiden Topspielen in Hoffenheim (10 Punkte) und vier Tage später zuhause gegen Tabellenführer Mainz 05 (12) volle Konzentration von seinen Akteuren. „Wir sind alle damit beschäftigt, dass wir sechs Punkte holen. Das ist wichtiger als alles, was gesagt wird“, so Van Gaal.

Einmal mehr verwies der Niederländer auf die Umstände, die diesen Stotterstart verursacht haben: Die zu kurze Vorbereitung seiner WM-Fahrer („Das habe ich schon vor zwei Monaten vorausgesagt“) sowie die zumeist extrem defensive Spielweise der Gegner, wie zuletzt vom AS Rom und dem 1. FC Köln demonstriert. „Es ist immer schwierig, wenn 20 Mann in und am Strafraum stehen“, erklärte Van Gaal.

Mehr Räume gegen Hoffenheim

„Man kann nicht sagen, dass wir schlecht spielen. Wir spielen viel besser als letztes Jahr, viel besser“, betonte der Bayern-Coach. Einzig „der letzte Pass ist noch nicht gut“, was jedoch vor allem den engen Räumen im gegnerischen Strafraum geschuldet sei. Aus diesem Grund „müssen wir noch besser unser Positionsspiel spielen, in einem hohen Tempo“, damit die Flankengeber „mit weniger Druck einen besseren Pass spielen können.“

Am Dienstag hofft der 59 Jahre alte Fußballlehrer auf ein anderes Spiel als zuletzt gegen Köln. „Hoffenheim will auch Fußball spielen“, meinte Van Gaal. „Ich glaube, das Spiel kommt uns mehr entgegen. Hoffenheim wird selber auch versuchen, das Spiel zu gewinnen“, setzt auch Mario Gomez auf einen mitspielenden Gegner, der dem FCB dadurch etwas mehr Räume gestattet.

Das Glück erzwingen

Ob Van Gaal in Hoffenheim personelle Veränderungen vornehmen wird, ließ er am Montag vor dem Abschlusstraining seiner Elf noch offen. Möglich also, dass die gleiche Formation aus dem Köln-Spiel in Sinsheim „das Glück erzwingen“ muss. Neben den beiden Langzeitverletzten Arjen Robben und Breno muss Van Gaal in den kommenden Wochen auch auf Jungprofi David Alaba (Bänderriss im Sprunggelenk) verzichten.

„Wenn wir am Dienstag gegen die Bayern gewinnen wollen, müssen wir uns deutlich steigern“, kündigte Hoffenheims Trainer Ralf Rangnick gegenüber dem 2:2 seines Teams in Kaiserlautern an. Der FC Bayern habe „von der Qualität der einzelnen Spieler noch mehr Möglichkeiten, uns Schwierigkeiten zu machen“, warnte Rangnick, der überlegt, ob er „den einen oder anderen frischen Spieler“ bringen soll.

„Wir müssen kompakter und ballorientierter arbeiten. Insgesamt sind wir derzeit noch lange nicht da, wo ich hoffe, dass wir uns hin entwickeln“, meinte Rangnick, der der Partie gegen den Rekordmeister aber „gelassen“ entgegenblickt. „Es geht um drei Punkte, die wir holen wollen. Die Tabelle hat zu diesem Zeitpunkt ohnehin noch keine Aussagekraft.“

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