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Erste Hürde Rom

FCB will gleich 'ein erstes Zeichen setzen'

Wenn Bastian Schweinsteiger zurückblickt, dann mit einem „kleinen, traurigen Auge“. Denn am Ende einer grandiosen, letztjährigen Champions-League-Saison steht die Final-Niederlage gegen Inter Mailand. 116 Tage nach diesem 0:2 in Madrid startet der FC Bayern am Mittwochabend (ab 20.30 Uhr im Liveticker und im Webradio) in der heimischen Allianz Arena ins neue Königsklassen-Jahr. „Wir wollen wieder so weit kommen“, betonte Bastian Schweinsteiger, der wie alle Bayern die Erinnerung an das Madrider Endspiel als „große Motivation“ mit in die neue Spielzeit nimmt. „Wir haben auch dieses Jahr Großes vor“, betonte Philipp Lahm.

Und das will der Doublesieger gleich zum Auftakt auf dem Rasen demonstrieren. Gegen den italienischen Vizemeister AS Rom wollen die Bayern „zeigen, dass wir die Gruppenphase dominieren. Wir wollen vorneweg marschieren und morgen schon ein erstes Zeichen setzen“, sagte Lahm. Schweinsteiger fügte hinzu: „Wir sind der Favorit in der Gruppe und das müssen wir unter Beweis stellen.“

Der AS Rom mit seinem Superstar Francesco Totti gilt als größter Rivale des FC Bayern um den ersten Tabellenplatz in Gruppe E, der FC Basel und CFR Cluj gehen als Außenseiter an den Start. „Wir wollen so eine spannende Gruppenphase wie letztes Jahr vermeiden“, erinnerte Thomas Müller daran, dass für den deutschen Rekordmeister in der letzten Saison in der Gruppenphase beinahe Endstation gewesen wäre. „Der AS Rom ist unser Hauptkonkurrent, wenn wir gewinnen würden, hätten wir schon mal eine hohe Hürde geschafft.“

Karl-Heinz Rummenigge betonte ebenfalls, wie wichtig ein Auftaktsieg wäre: „Damit wir uns gegen einen Mitfavoriten um die ersten zwei Platze sofort etwas Luft verschaffen.“ Der FCB-Vorstandschef warnte jedoch davor, die Roma, die nach zwei Spieltagen der Serie A noch sieglos ist und zuletzt 1:5 bei Cagliari Calcio unterlag, zu unterschätzen. „Das wäre sicherlich ein großer Fehler. Vielleicht hatten die Römer schon mehr den Fokus auf die Champions League gelegt.“

Noch nicht in Topform

Auch Louis van Gaal weiß, dass die Italiener eigentlich besser sind, als sie bisher in dieser Saison gespielt haben. „Claudio Ranieri wird daran arbeiten“, meinte er, „und natürlich sind sie hochmotiviert, gegen Bayern München zu spielen.“ Darüber hinaus hat ja auch der FCB selbst zuletzt nicht die erwarteten Ergebnisse eingefahren. Sieg- und torlos absolvierte der Rekordmeister die letzten beiden Bundesligaspiele und dokumentierte, was Van Gaal seit Wochen predigt: Der FCB ist nach der wegen der Weltmeisterschaft holprigen Vorbereitung noch nicht in Topform.

„Wir sind noch nicht in der Topverfassung, in der wir uns eigentlich befinden sollten“, sagte Schweinsteiger. Die fehlende Fitness müsse man sich jetzt über die Spiele holen. Gleichzeitig müssen auch die Ergebnisse stimmen. Diesen Spagat wollen die Bayern gegen die Roma schaffen. „Es gilt, das Spiel auf jeden Fall zu gewinnen, egal wie“, meinte Schweinsteiger, der aber weiß: „Gegen den AS Rom, das ist keine leichte Aufgabe.“

Altintop, Pranjic oder Müller?

Auch weil beim FC Bayern neben dem langzeitverletzten Arjen Robben auch der gesperrte Franck Ribéry fehlt. Das sei natürlich kein Vorteil, meinte Van Gaal, der aber zuversichtlich ist, die Ausfälle kompensieren zu können. „Das haben wir auch letztes Jahr geschafft“, erinnerte er an so manches Spiel der letzten Saison, in denen das Offensivduo ebenfalls nicht mitwirken konnte. Als Alternativen für Ribéry zählte der FCB-Chefcoach Hamit Altintop, Danijel Pranjic und Thomas Müller auf.

Die Zuversicht vor dem Start in die neue Champions-League-Saison ist beim FC Bayern also trotz der Ausfälle groß. Von einer erneuten Final-Teilnahme träumt der deutsche Rekordmeister, seine Konzentration gilt zunächst aber der Gruppenphase. Man müsse „step-by-step“ denken, betonte Rummenigge. „Unser Ziel ist ganz klar, die Gruppenphase zu überstehen“, sagte Schweinsteiger. Den ersten Schritt dazu wollen die Bayern am Mittwochabend gegen den AS Rom machen. Lahm meinte: „Wir sind der FC Bayern, wir haben ein Heimspiel - ich sehe keine Probleme, warum wir nicht gewinnen sollten.“

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