präsentiert von
Menü
3 Punkte zum Wiesn-Anstich

FCB will schwarze Köln-Serie durchbrechen

Fischer-Vroni, Ochsenbraterei, Kalbs-Kuchl? Nein, zum Start der Jubiläumswiesn sind die Festzelte noch kein Thema beim FC Bayern. Die Mannschaft von Louis van Gaal denkt nur an die Geißböcke. Denn dreieinhalb Stunden nach dem berühmten „O’zapft is!“ auf dem Oktoberfest gastiert am Samstag der 1. FC Köln in der Allianz Arena (ab 15.15 Uhr im FCB-Liveticker sowie im FCB.tv-Webradio). Dann will der deutsche Rekordmeister da weitermachen, wo er am Mittwoch gegen den AS Rom aufgehört hat. Bastian Schweinsteiger gab das Motto der nächsten Wochen vor: „Ich will während der Wiesn jedes Spiel gewinnen.“

„Wir müssen gewinnen“, forderte auch Louis van Gaal nach zuletzt zwei sieg- und torlosen Bundesligaspielen. Der FCB-Chefcoach zog nach dem „Riesenergebnis“ gegen Rom (2:0) zwar eine positive Zwischenbilanz („Bis jetzt bin ich zufrieden. Wir haben zwei Punkte mehr als letzte Saison.“), weiß aber auch, dass seine Mannschaft noch an den Folgen der Weltmeisterschaft zu knabbern hat und noch lange nicht in Topform sein kann. „Es dauert noch sechs Wochen. Diese Periode müssen wir überleben.“

Ausgerechnet in dieser Phase kommt es jetzt zum Duell dem 1. FC Köln, der sich in den letzten Jahren als so etwas wie der Angstgegner des FC Bayern herauskristallisiert hat. In der Allianz Arena sind die Rheinländer als einziger Bundesligist noch ohne Niederlage, insgesamt hat der Rekordmeister sogar schon seit acht Jahren kein Heimspiel gegen die zwischenzeitlich zweitklassigen Geißböcke mehr gewonnen. „Das ist schon lange für Bayern München. Das müssen wir ändern“, meinte Van Gaal.

'Es wird ein Geduldsspiel'

Das Heimspiel gegen Köln vor einem Jahr - damals nicht zum Start, sondern zum Abschluss der Wiesn - hat man beim FC Bayern nicht vergessen. 16 Torschüsse, 29 Flanken, neun Ecken und zwei Aluminiumtreffer verzeichnete das Van-Gaal-Team damals und musste sich am Ende doch mit einem 0:0 begnügen. „Köln hat heute nicht einmal unseren Sechzehner gesehen, sondern nur den eigenen“, sagte Schweinsteiger damals, Van Gaal urteilte über das Spiel der Kölner: „Wie eine Mauer“.

Ähnlich defensiv erwarten die Bayern auch jetzt die Geißböcke, die am vergangenen Wochenende gegen St. Pauli ihre ersten drei Punkte einfuhren (1:0). „Sie verteidigen mit zehn Mann, wie Rom“, sagte Van Gaal, der Köln deswegen als „schwierigen Gegner“ bezeichnete. „Es wird wieder ein Geduldsspiel“, meinte Mark van Bommel, „und wenn das Tor in der ersten Halbzeit nicht fällt, dann müssen wir es in der zweiten schießen. Das Gefühl und die Ausstrahlung müssen wir haben.“

'Wir werden das lösen'

Kölns Trainer Zvonimir Soldo kündigte an, in der Allianz Arena „auch offensiv“ Akzente setzen zu wollen. „90 Minuten nur defensiv gegen die Bayern zu spielen, ist schwer“, sagte der Kroate, der auf den gesperrten Kapitän Youssef Mohamad sowie die verletzten Kevin McKenna und Manasseh Ishiaku verzichten muss. „Bayern ist natürlich Favorit. Aber wir haben uns in den vergangenen Jahren in München immer gut präsentiert. Diese Situation wollen wir beibehalten.“

Mit breiter Brust nach dem Sieg gegen Rom und der traditionellen Heimstärke zur Wiesn-Zeit (nur sieben Niederlagen in 75 Heimspielen, durchschnittlich fast drei FCB-Tore pro Partie) im Rücken will der Rekordmeister seine schwarze Kölner Serie jetzt aber durchbrechen. Holger Badstuber sagte: „Man darf Köln nicht unterschätzen. Das wird eine harte Partie. Aber ich denke, dass wir das lösen werden.“

Weitere Inhalte