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99. Nord-Süd-Derby

Kloses Torwunsch und Bremens Abwehrsorgen

Miroslav Klose ist ein äußerst ehrgeiziger Fußballer, sonst hätte er es wohl auch nie soweit gebracht. „Wenn man sich seine Ziele nicht hochsteckt, kann man nicht viel erreichen“, sagte er am Donnerstag, zwei Tage nach seinem Länderspiel-Doppelpack gegen Aserbaidschan und sechs Tage nach seinem Siegtreffer für Deutschland in Belgien.

Mit 103 Länderspielen hat Klose in der ewigen DFB-Rangliste nur noch drei Spieler vor sich: Jürgen Kohler (105), Jürgen Klinsmann (108) und Lothar Matthäus (150). Was die erzielten Tore angeht, ist einzig „Bomber“ Gerd Müller besser als er. Und obwohl Klose schon 32 Jahre alt ist, will er bis zu seinem Karriereende beide Bestmarken in Angriff nehmen: „Ich stecke mir immer hohe Ziele.“

Klose noch ohne Treffer gegen Werder

Zunächst aber ist Kloses Ziel ein anderes. Seitdem er im Sommer 2007 von Werder Bremen zum FC Bayern gewechselt ist, hat er bei sieben Einsätzen noch nie gegen seinen Ex-Klub getroffen. Das will er nun am Samstag, wenn die Hanseaten zum insgesamt 99. Nord-Süd-Derby in der Allianz Arena gastieren, endlich nachholen: „Es wird Zeit, dass ich gegen Werder treffe.“

Und die Chancen scheinen dafür nicht schlecht zu stehen. Mit Naldo und Per Mertesacker muss Werder auf sein bewährtes Innenverteidiger-Duo verletzungsbedingt verzichten, „Das ist natürlich eine unbefriedigende Situation für uns“, ärgerte sich Werder-Coach Thomas Schaaf. Doch Klose sieht das überhaupt nicht als Vorteil: „Es ist einfacher, wenn man den Gegenspieler kennt. Dann kann man sich besser auf ihn fokussieren.“

Wer besetzt Bremens Innenverteidigung?

Mit wem Klose es am Samstag zu tun bekommen wird, lässt sich nicht mit letzter Gewissheit sagen. „Ich kenne den Trainer Thomas Schaaf, der zaubert immer etwas aus dem Hut“, sagte er und ließ alle Anwesenden an seinen Überlegungen teilhaben: „Spielt Prödl innen? Silvestre auch oder doch außen? Pasanen könnte da spielen, oder vielleicht zieht Schaaf auch einen aus dem Mittelfeld zurück.“ Erst knapp eine Stunde vor dem Spiel wird Klose wissen, wie seine direkten Gegenspieler heißen.

Während Werder neben Naldo und Mertesacker auch auf den ehemaligen Münchner Claudio Pizarro verzichten muss, sind beim FCB bis auf die langzeitverletzten Breno und Arjen Robben alle Mann an Bord. Und die Mannschaft von Louis van Gaal ist heiß darauf, gegen Bremen eine kleine Negativserie zu durchbrechen. Der letzte Heimsieg gegen die Grün-Weißen liegt schon fast fünf Jahre zurück.

„Das ist ein Punkt, aus dem wir zusätzlich Kraft und Motivation rausholen“, sagte Daniel van Buyten. Und noch etwas spricht für die Bayern in der Neuauflage des letztjährigen Pokalfinales, das die Van-Gaal-Truppe eindrucksvoll mit 4:0 gewann. In der letzten Saison hat der Rekordmeister alle seine vier Samstagabend-Heimspiele zur Anstoßzeit 18.30 Uhr gewonnen.

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