präsentiert von
Menü
'Alles möglich'

'Rastelli' Fink möchte seinen Ex-Klub ärgern

Auf dieses Wiedersehen freut sich Thorsten Fink seit der Champions-League-Auslosung. Das Duell „mit den alten Bekannten“ vom FC Bayern München ist für den Trainer des FC Basel der absolute Höhepunkt in der Gruppenphase - allerdings mit klar verteilten Rollen. „Der FC Bayern ist einer der Favoriten auf den Gewinn der Champions League“, erklärte der gebürtige Dortmunder.

Für Fink wäre mit dem Schweizer Meister schon das Überstehen der Gruppenphase ein Erfolg. Nach dem 1:2-Fehlstart am ersten Spieltag beim rumänischen Titelträger CFR Cluj müsste sein Team mit ehemaligen Bundesliga-Profis wie Alexander Frei (Borussia Dortmund), Marco Streller (VfB Stuttgart) und Benjamin Huggel (Eintracht Frankfurt) dafür am Dienstag unbedingt punkten. „Wenn der FC Bayern nicht hundert Prozent bringt, haben wir die Möglichkeit, sie zu schlagen. Wir haben keine Angst“, sagte Fink.

Für ihn ist die Champions League eine willkommene Bühne, auf der er sich als noch junger Trainer international präsentieren kann. Der 42-Jährige ist in der kleinen Schweiz drauf und dran, sich einen Namen als Fußballlehrer zu machen, der ihn irgendwann auch in die Bundesliga führen könnte. „Für mich ist es jetzt wichtig, Titel zu sammeln. Diese Möglichkeit habe ich hier bei diesem wunderbaren Verein. Das ist gut für meine Visitenkarte“, sagte er. Der FC Basel sei „ein Sechser im Lotto“ für ihn.

Es ist ihm bereits gelungen, in die großen Fußstapfen seines Vorgängers Christian Gross, dem heutigen Trainer des VfB Stuttgart, zu treten. Gleich im ersten Jahr führte Fink, der im April 2009 beim FC Ingolstadt seine erste Entlassung als Trainer hinnehmen musste, den FC Basel zur Meisterschaft. Sein Vertrag läuft bis 2011, wahrscheinlich ist seiner Ansicht nach eine Verlängerung um drei Jahre. Denn er fühlt sich wohl: „Ich habe nicht vor, den Verein so schnell zu verlassen.“

Schweinsteiger lobt Fink

Vereinstreue zeigte er auch in München: Fast ein Jahrzehnt spielte Fink nach seinem Wechsel vom Karlsruher SC (1997) für die Bayern, erst bei den Profis und zum Schluss im Amateurteam. Nationalspieler Bastian Schweinsteiger spielte noch mit ihm zusammen. „Thorsten hat sich viel mit den jungen Spielern unterhalten“, erinnert sich Schweinsteiger und sagte vor dem Wiedersehen mit dem Ex-Kollegen: „Die größte Gefahr für uns sitzt auf der Trainerbank.“

Fink sammelte als Spieler in München Titel am Fließband, setzte sich im Münchner Starensemble durch. Uli Hoeneß verlieh dem Renner und Kämpfer nach einem großen Auftritt in der Champions League gegen Arsenal London sogar den Künstler-Namen „Rastelli“.

Die Entwicklung der Bayern verfolgt Fink nach wie vor mit großem Interesse - und Sympathie. „Es ist mein Ex-Club, darum bin ich froh, dass sie so stark sind. Der FC Bayern hat endlich wieder eine Mannschaft, die auch die Champions League gewinnen kann.“ Beim Duell im St.-Jakob-Park aber möchte er seinen Ex-Club ärgern: „Bayern ist klarer Favorit, aber in Basel ist immer alles möglich.“

Weitere Inhalte