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'Mister Roma'

Totti will CL-Traum verwirklichen

Die Fußballstars kommen und gehen beim AS Rom. Nur einer bleibt: Francesco Totti. Seit mehr als 20 Jahren kickt der geniale Spielmacher für den Hauptstadtklub. Ein Wechsel kam für ihn nie infrage. Deshalb ist Totti Kult in der Ewigen Stadt, eine lebende Legende und die größte Konstante in Italiens schnelllebigem Fußball-Geschäft.

Seit vielen Jahren steht und fällt Roma mit seinem Capitano. Ist der 33-Jährige fit, ist der dreimalige italienische Meister brandgefährlich. Kommt der häufig von Verletzungen geplagte Angreifer aber nicht in Schwung, verliert die gesamte Mannschaft an Klasse.

Nach Grippe wieder fit

Vor dem Champions-League-Duell am Mittwochabend beim FC Bayern waren die Tifosi deshalb in heller Aufregung. Mister Roma hatte sich nach der derben 1:5-Ligapleite am Wochenende in Cagliari mit einer Erkältung krankgemeldet. Rechtzeitig vor dem Gastspiel in der Allianz Arena gab Totti aber Entwarnung.

Roms Rekordspieler wird im Sturm auflaufen, um höchstpersönlich mit einem Tor in München den Grundstein für die Verwirklichung seines letzten großen Fußball-Traums zu legen: den Gewinn der Champions League.

Rücktritt aus Liebe

Ansonsten hat Totti in seiner Karriere schon alles erreicht: 1989 kam er als Jugendlicher zum AS Rom. Acht Jahre später wurde er Kapitän. 2001 führte er die Roma zum Meistertitel, 2007 und 2008 zum italienischen Pokalsieg. Bei der WM 1990 war er im Olympiastadion noch Balljunge, 16 Jahre später wurde er in Berlin mit den Azzurri Weltmeister.

Auf dem Höhepunkt seiner Nationalmannschaftskarriere trat er zurück. Nicht aus Berechnung, sondern aus Liebe zu seinem Klub: „Der Körper macht die Doppelbelastung einfach nicht mit und der AS Rom ist mir wichtiger“, sagte Totti damals.

Drei Mal Vize-Meister

Mit dem AS Rom holte er in den letzten vier Jahren dreimal den Vize-Meistertitel - eine stolze Leistung! Ist der AS Rom im Vergleich zu den reichen Rivalen Inter und AC Mailand sowie Juventus Turin doch geradezu arm. Für die Squadra Azzurra ging es dagegen ohne ihn mit dem Viertelfinal-K.o. bei der EM 2008 und dem totalen Debakel bei der WM in Südafrika steil bergab.

Tottis Stern glänzt heller denn je. Auch seine Kritiker, die sich nach Tottis Hochzeit mit dem italienischen Showgirl Ilary Blasi 2005 über dessen Glamour-Auftritte lustig machten, sind verstummt. Das Paar hat mittlerweile zwei Kinder und Italiens Klatschpresse bislang nur mit positiven Nachrichten versorgt.

Selbstironie und soziales Engagement

Mit Humor und Selbstironie hat sich Totti Respekt verschafft. Statt sich über die über ihn kursierenden und oft alles andere als schmeichelhaften Witze zu ärgern, brachte er sie selbst heraus. „Alle Witze über Totti“ wurde ein Renner. Die Einnahmen spendete der seit 2003 als Unicef-Botschafter aktive Profi Kinderprojekten.

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