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Matchwinner Schweinsteiger

'Typisch, dass er das Tor gemacht hat'

Im Vorfeld des Spiels gegen den FC Bayern hat sich Thorsten Fink ausführlich über seinen ehemaligen Mitspieler Bastian Schweinsteiger geäußert. „Er hat damals schon großes Potenzial gehabt, das hat man gesehen“, sagte der 42 Jahre alte Coach des FC Basel: „Er hat jahrelang auf der Außenposition gespielt. Dadurch, dass er nicht unbedingt der allerschnellste ist, ist er auf der Position nicht zum Weltstar gereift. Er war gut, aber mehr auch nicht.“

Jetzt spiele Schweinsteiger aber auf der richtigen Position im zentralen Mittelfeld. „Vielleicht hat er jetzt die Position gefunden, die ihn zum Weltstar macht.“ Auch menschlich sei der 26-Jährige gegenüber seiner Anfangszeit beim FCB gereift. „Er war früher als junger Spieler ein bisschen naiv. Aber jetzt ist er ein Top-Profi, ein Vorbild und er hat die Qualitäten, ein Kapitän zu sein.“

Nun, Fink, der 2003 gemeinsam mit Schweinsteiger den Double-Gewinn beim FCB feierte, dürfte sich nach dem ersten Spiel als Trainer gegen seinen Ex-Klub bestätigt gefühlt haben. Zunächst übernam Schweinsteiger als Elfmeterschütze Verwantwortung - eiskalt erzielte er den Ausgleich (56.). Und in der 89. Minute sorgte er für den späten, aber nicht unverdienten Siegtreffer. „Es war typisch, dass Schweinsteiger das Tor macht, weil er einfach mental sehr stark ist im Moment“, sagte Fink.

Schweinsteiger war für den FC Bayern in Basel also das, was man im Allgemeinen als Matchwinner bezeichnet. Mit seinem ersten Doppelpack im 49. Einsatz in der Königsklasse bescherte das Münchner Eigengewächs seiner Mannschaft den zweiten Sieg im zweiten Vorrundenspiel. Schon am ersten Bundesliga-Spieltag hatte er kurz vor Schluss den 2:1-Siegtreffer gegen den VfL Wolfsburg markiert.

Van Gaal freut sich für Schweinsteiger

„Ich bin sehr froh für Schweinsteiger, das ist sehr gut für ihn“, sagte Trainer Louis van Gaal nach dem Spiel. Wie alle anderen Nationalspieler, die bis zum Schluss bei der WM dabei waren, spielte auch Schweinsteiger in den letzten Wochen nicht so stark wie über weite Strecken der letzten Saison. „Unsere Nationalspieler müssen sich steigern“, hatte Bayern-Chef Karl-Heinz Rummenigge gefordert - und Schweinsteiger erfüllte die Vorgabe zu hundert Prozent.

Der dritte Kapitän beim FC Bayern und derzeitige Stellvertreter im DFB-Team kämpfte sich aus dem Formtief und ließ Taten sprechen. Viele Worte mochte er nicht machen. „Wir spielen immer besser als der Gegner. Nur wir schaffen es nicht, die Ergebnisse einzufahren“, sagte er rückblickend über die letzten Wochen und betonte: „Man muss natürlich auch Tore machen, das haben wir zuletzt oft verpasst und Punkte liegen gelassen.“ Gerade in der Bundesliga.

Vielleicht war Basel nun die Wende für Schweinsteiger und Co.. Der Startschuss zur Aufholjagd in der Meisterschaft soll am Sonntag erfolgen, wenn die Bayern beim Tabellenzweiten Borussia Dortmund gastieren. Schweinsteiger sagte: „Wir müssen noch Feinarbeit leisten, dann kommen auch die Tore und die Ergebnisse wieder. Ich habe großes Vertrauen in die Mannschaft und in die Spielweise. Ich bin mir sicher, dass die Erfolge kommen werden.“

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