präsentiert von
Menü
Kölsches Déjà-vu

'Wir müssen jetzt die Kurve kriegen'

Sein Torriecher ließ Thomas Müller nicht im Stich, als Franck Ribéry in der Nachspielzeit zum Freistoß antrat. Der Franzose schoss und Müller lief von der Strafraumgrenze auf Faryd Mondragon zu - und tatsächlich: Kölns Torwart konnte den Ball nicht festhalten, die Kugel flog direkt Richtung Müller. Der köpfte, Fans und Mitspieler hatten schon den Torjubel auf den Lippen, doch der Ball landete genau in den Armen Mondragons. Müller raufte sich die Haare, Enttäuschung machte sich in der Allianz Arena breit. Ein paar Augenblicke später pfiff der Schiedsrichter ab. Der FC Bayern hatte 0:0 gegen den 1. FC Köln gespielt.

„So wie ich ihn mache, kann er fast nicht reingehen“, ärgerte sich Müller später in den Stadion-Katakomben, „im Nachhinein habe ich gesehen, dass ich Zeit gehabt hätte, ihn mit der Brust anzunehmen und dann zu schießen. Da habe ich mich falsch entschieden.“ So wie ziemlich genau vor einem Jahr Ivica Olic, der beim damaligen 0:0 gegen Köln in der Nachspielzeit ebenfalls eine letzte große Torchance vergab. „Die Heimspiele, die ich gegen Köln mitgemacht habe, waren relativ identisch“, fühlte sich Müller an das Vorjahr erinnert. Nicht nur er hatte am Samstag ein Déjà-vu.

Weitere Inhalte