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Lazarett-News

FCB hofft auf Olic und Van Buyten

Ivica Olic schwitzte und keuchte. Doch Fitnesstrainer Andreas Kornmayer kannte keine Gnade. Er scheuchte seinen Schützling immer wieder hin und her, gönnte ihm nur kurze Pausen. Intensiv arbeiteten beide am Mittwoch auf dem Platz. Denn Ivica Olic möchte nach zwei Spielen Verletzungspause (Nasenbeinbruch) am Freitag in Hamburg wieder zum Kader gehören. Und es sieht gut aus, eine Entscheidung wird aber wohl erst am Donnerstag fallen.

Neben Olic ist nur eine Rückkehr von Daniel van Buyten (Rückenprobleme) beim Auswärtsspiel in Hamburg realistisch. Der Belgier, der ebenfalls die letzten beiden Partien verpasste, konnte jedoch anders als Olic noch nicht mit dem Ball trainieren. Eine kleine Hoffnung besteht jedoch noch, dass es bis Freitag reicht.

Klose im Lauftraining

Anders sieht es bei den übrigen Verletzten im FCB-Team aus. Bei Franck Ribéry, Arjen Robben, Mark van Bommel, David Alaba und Rouven Sattelmaier ist der Comeback-Termin weiter offen. Miroslav Klose (Muskelfaserriss) nahm am Mittwoch das Lauftraining auf, Diego Contento (Leisten-OP) und Breno (Kreuzbandriss) konnten ihr Aufbautraining zumindest teilweise schon wieder mit Ball absolvieren.

Bange ist den Bayern angesichts des nach wie vor großen Lazaretts allerdings nicht. „In den letzten beiden Spielen waren wir zwar nicht so souverän, aber wir haben sechs Tore geschossen und zweimal gewonnen“, sagte Hamit Altintop, „mit der Mannschaft, die in den letzten beiden Spielen auf dem Platz gestanden hat, können wir jeden Gegner ärgern. Es zeichnet den Klub aus, dass man sich auf starke Charaktere in der Mannschaft verlassen kann. Spieler beim FC Bayern sind Siegertypen.“

Altintop nicht ganz zufrieden

Altintop ist einer derjenigen, die das Verletzungspech ihrer Mitspieler in die Verantwortung auf dem Rasen gebracht hat. „Ich genieße es, dass ich spielen darf“, erzählte der türkische Nationalspieler, der am vergangenen Samstag gegen Hannover zum ersten Mal in dieser Bundesligasaison in der FCB-Startelf gestanden hatte. Zufrieden ist Altintop mit seiner Leistung aber noch nicht. „Ich gebe mir Mühe, weiß aber auch, dass es nicht das ist, was ich kann. Es ist noch viel Luft nach oben.“

Die fehlende Spielpraxis ist ein Faktor, mit dem Spieler wie Altintop, Anatoliy Tymoshchuk, Edson Braafheid oder Mario Gomez zurechtkommen müssen. „Du spielst und musst gleich Topleistung bringen - im Moment dürfen wir ja nicht verlieren“, verdeutlichte Bastian Schweinsteiger, „ich finde, sie haben das sehr gut gemacht.“

'Tymo macht das sehr gut'

Hinzu kommt, dass die Mannschaft in dieser Besetzung nicht eingespielt ist. „Wir haben selten in dieser Formation trainiert“, sagte Philipp Lahm nach dem jüngsten 3:2-Erfolg gegen CFR Cluj. Gerade in Van Gaals Positionsspiel sind Automatismen aber von besonderer Bedeutung. Doch die Notelf, die in den letzten beiden Partien auf dem Platz stand, hat ihre Sache gut gemacht. „Unser Mittelfeld mit dem Dreieck Kroos, Schweinsteiger und Ottl hat gut gespielt“, hob Van Gaal nach dem Cluj-Spiel hervor und lobte auch Aushilfsinnenverteidiger Tymoshchuk: „Er macht das sehr gut.“

Am Freitag in Hamburg können die Spieler aus der zweiten Reihe erneut ihre Qualität zeigen und sich auch für einen dauerhaften Platz unter den ersten Elf empfehlen. „Sie können sich zeigen. Und wenn sie gut spielen, können sie die anderen Spieler verdrängen“, sagte Van Gaal. „Ich glaube schon, dass der eine oder andere froh ist, wieder spielen zu können. Dazu gehöre auch ich“, meinte Altintop. Der Mittelfeldspieler erwartet von sich persönlich „eine Steigerung“ in den nächsten Spielen. Körperlich sei er jedenfalls „sehr gut drauf“.

Schweinsteiger zurück

Das gilt auch für Schweinsteiger, der nach überstandenem Kapselbandanriss im Fußwurzelbereich in den letzten beiden Spielen wieder an die volle Belastung herangeführt wurde. Gegen Hannover spielte er 25 Minuten, gegen Cluj 79. In Hamburg hofft der „Chef“ (Van Gaal) im Mittelfeld auf einen Einsatz über die volle Distanz. „Davon gehe ich aus.“ Bleibt zu hoffen, dass auch die verbleibenden FCB-Patienten schon bald wieder voll einsatzfähig sind.

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