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'Sie haben klasse gespielt'

FCB-Nationalspieler tanken Selbstvertrauen

Am liebsten hätte Louis van Gaal seine Spieler nicht zu ihren Nationalmannschaften reisen lassen. Am liebsten hätte er alle hier behalten, um mit seiner Mannschaft trainieren zu können. „Jetzt sind die Spieler wieder zwei Wochen weg und ich kann mit ihnen nichts aufbauen“, klagte er nach dem letzten Ligaspiel. Doch nach dem Freitagabend kann der FCB-Chefcoach auf einen positiven Effekt der Länderspielreisen hoffen. Denn viele Bayern haben schon im ersten Teil des Nationalmannschafts-Doppelspieltags viel Selbstvertrauen getankt.

Daniel van Buyten, der in Vertretung des verletzten Thomas Vermaelen die Kapitänsbinde trug, feierte mit Belgien den ersten Sieg in der EM-Qualifikation (1:0 in Kasachstan), Mark van Bommel erobert mit den Niederlanden (1:0 in Moldawien) die Tabellenspitze und Anatoliy Tymoshchuk belohnte die Aufholjagd der Ukraine gegen Kanada mit dem Treffer zum 2:2-Endstand.

Klose im Tor-Glück

Ein warmes Bad im Erfolg genossen aber vor allem die deutschen Nationalspieler. 3:0 gewannen sie im Spitzenspiel der Gruppe A gegen die Türkei, machten einen großen Schritt Richtung EM-Qualifikation und bewiesen allesamt aufsteigende Form. Allen voran Miroslav Klose. Zwei Tore steuerte der FCB-Stürmer im Berliner Olympiastadion zum Sieg bei, hat damit in drei Qualifikationsspielen schon fünf Treffer erzielt, während er in der Bundesliga in dieser Saison noch torlos ist.

Erklären kann sich der 32-Jährige diese Diskrepanz zwischen FCB- und DFB-Trikot nicht. „Ich frage mich das auch, ich hab‘ keine Ahnung. Auch wenn es sich komisch anhört: Es ist vieles gleich, das System ist das selbe, die Ordnung ist die selbe. Ich versuche, im Verein genauso Gas zu geben wir hier. Aber hier habe ich eben das Quäntchen Glück, das ich bei Bayern nicht habe“, meinte er und verdeutlichte dies mit der Szene, die zum 1:0 führte: „Hier geht der Ball an den Pfosten und zufällig mir auf den Kopf - bei Bayern geht er rechts oder links an mir vorbei.“

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