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'Tod-oder-Gladiolen-Spiel'

FCB will auch im Pokal weitertanzen

Als der FC Bayern und der SV Werder Bremen am 15. Mai das DFB-Pokal-Endspiel austrugen, trafen im Berliner Olympiastadion der frischgebackene Meister und der Tabellendritte der gerade beendeten Bundesligasaison aufeinander. 164 Tage später kreuzen beide Teams bereits in der zweiten Cup-Runde die Klingen, doch die Ausgangsvoraussetzungen sind dieses Mal völlig andere. Sowohl die Bayern als Elfter als auch der Tabellenachte aus der Hansestadt sind noch auf der Suche nach ihrer Bestform aus der Vorsaison.

Umso größer ist der Druck auf beiden Seiten, denn ein Erfolg am Dienstagabend in der noch nicht ganz ausverkauften Allianz Arena (ab 20.15 Uhr im FCB-Liveticker) könnte für beide Klubs auch die Initialzündung für eine Aufholjagd in der Liga sein. „Wir dürfen nicht verlieren“, sagte Louis van Gaal und sprach einmal mehr von einem „Tod-oder-Gladiolen-Spiel“ - der Verlierer muss noch früh in der Saison eine Titeloption streichen, der Gewinner tanzt weiter auf drei Hochzeiten.

Und das ist das erklärte Ziel der Bayern in dieser Phase der Saison. „Wir wollen in allen drei Wettbewerben drinbleiben“, betonte Toni Kroos. „Wenn wir diese Periode überleben und alle Optionen offen halten - Bundesliga, Champions League und Pokal -, haben wir die Chance, immer noch alles zu gewinnen. Das haben wir bisher gut gemacht. Und wenn wir morgen gewinnen, wäre das super“, betonte Van Gaal, der als Bayern-Coach nach bisher zwei Remis den ersten Heimsieg gegen Werder anstrebt. „Aber das wird schwierig.“

Zumal sich die Personalsituation beim Titelverteidiger nur allmählich entspannt. Von den neun Ausfällen beim 0:0 in Hamburg kehrt nur Daniel van Buyten sicher in den Kader zurück. „Klose wäre muskulär fit, aber er hat eine Erkältung bekommen“, berichtete Van Gaal, der aber noch hofft, den Nationalstürmer zumindest auf die Bank setzen zu können. Es spricht also Vieles dafür, dass der Bayern-Coach die gleiche Elf wie in Hamburg und zuvor beim 3:2-Erfolg gegen Cluj ins Rennen schickt: „Ich kann nicht viel ändern.“

Mehr Spritzigkeit nach Ruhetag

„Es geht um einen Titel. Und es ist eine schwierige Aufgabe. Aber auch diese Mannschaft ist stark genug, um Bremen auszuschalten“, sagte Aushilfs-Kapitän Philipp Lahm. Auch Van Gaal hat Vertrauen in seine Rumpftruppe: „Ich bin sehr froh. Wir haben mit dieser Mannschaft aus den letzten drei Spielen sieben Punkte geholt, und das Programm war nicht einfach.“ Von daher wolle er nicht klagen: „Ich bin in einer guten Verfassung.“

Diese habe er auch bei seinen Spielern am Mittag während des Abschlusstrainings festgestellt. Der Trainer-Routinier hatte seiner Mannschaft am Sonntag extra frei gegeben, um die Akkus wieder aufzuladen. „Heute waren die Spieler wieder viel spritziger. Ich erwarte ein gutes Spiel von uns.“

Und es muss ja gegen Werder nicht gleich wieder ein 4:0 werden wie beim Berliner Gala-Auftritt im Mai. „Das war eines der besten Spiele von Bayern München“, sagte Van Gaal am Montag. Auch ein Sieg nach Elfmeterschießen würden er und seine Mannschaft als großen Erfolg feiern. Im Abschlusstraining haben die Bayern daher schon mal fleißig Schüsse vom Punkt geübt. Van Gaal sagte: „Das Spiel ist sehr wichtig.“

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