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FC Bayern in Rom

1 Punkt für Platz 1 und die Serie

Bevor es um das Spiel gegen den AS Rom ging, musste Karl-Heinz Rummenigge erst mal ausführlich die unbefriedigende Lage des Tabellen-Achten FC Bayern in der Bundesliga analysieren. „Mit der Tabellensituation sind wir nicht zufrieden, aber ich möchte die Kritik relativieren. Wir haben jetzt neun Pflichtspiele in Folge nicht verloren und in Gladbach und in Leverkusen zeitweise sehr gut gespielt“, betonte der Vorstands-Chef des Rekordmeisters am Montagmorgen vor dem Abflug in die Ewige Stadt.

In beiden von Rummenigge angesprochenen Spielen hatte sich die Mannschaft von Louis van Gaal selbst um den verdienten Lohn gebracht und jeweils nur remis gespielt. „Was wir abstellen müssen sind diese Fehler in der Defensive.“ Den Titel habe er trotz der nun 14 Punkte Rückstand auf den souveränen Spitzenreiter Borussia Dortmund noch nicht abgeschrieben. „Das ist viel, sehr viel. Aber ich bin es gewohnt zu kämpfen und ich werde kämpfen bis zur letzten Patrone.“

Ganz anders stellt sich die Situation in der Champions League dar. Vier Spiele, vier Siege - die Achtelfinaltickets haben die Bayern bereits in der Tasche. Nun soll am Dienstagabend im Stadio Olimpico auch der Gruppesieg unter Dach und Fach gebracht werden. Ein Remis würde dazu schon reichen. „Wir wollen morgen mindestens einen Punkt holen, um Platz eins zu festigen. Dann kann man vielleicht den großen Favoriten ausweichen“, verwies Philipp Lahm auf die Bedeutung von Platz eins für die Achtelfinalauslosung. Als Gruppensieger bekommt man einen -Zweiten zugelost.

„Es geht um Punkte fürs UEFA-Ranking und um viel Geld“, nannte Rummenigge zwei weitere Punkte, für die sich ein Erfolg in Rom lohnen würde. Mit einem Sieg könnten die Bayern den Vorsprung der Bundesliga auf die Serie A weiter ausbauen und damit Deutschland dem vierten Champions-League-Platz ein weiteres Stück näher bringen. Zudem würde ein Dreier stolze 800.000 Euro UEFA-Pramie in die Münchner Klub-Kasse spülen.

Rom-Spiel wichtig für die Meisterschaft

Mindestens einen Punkt soll es sein, um die gute Serie der letzten Wochen fortzusetzen. „Das Spiel ist nicht so wichtig für die Champions League aber für das Selbstvertrauen. Für die Bundesliga wäre es sehr wertvoll, dass wir nicht verlieren“, sagte Van Gaal auf der Pressekonferenz im Mannschaftshotel. „Ich will immer gewinnen und ich glaube auch, dass alle Spieler sehr motiviert sind“, ergänze der Bayern-Coach. „Wir wollen gewinnen, das macht auch mehr Spaß“, sagte Thomas Müller.

Rummenigge ist „optimistisch, dass wir nicht verlieren werden“, warnte aber vor den nach schwachem Saisonstart wiedererstarkten Römern, die in der Liga seit sieben Partien ungeschlagen sind. „Das ist eine Mannschaft, die in die Spur zurückgefunden hat.“ Rom habe „einen Lauf. Das wird eine schwierige Aufgabe“, glaubt Lahm. Van Gaal sagte: „Rom ist eine große Mannschaft. Wir müssen alles geben, um zu gewinnen.“

Mit Ribéry von Beginn an?

Personell bleibt es nahezu beim gleichen Kader wie für das Spiel in Leverkusen. Bastian Schweinsteiger steht gelb-gesperrt nicht zur Verfügung, dafür kehrt Martin Demichelis nach überstandenen Oberschenkelproblemen zurück. „Ich habe keine Probleme mehr, bin fit und hoffe, dass ich spielen darf“, sagte der Argentinier fcbayern.de. Spekuliert wird noch über einen Einsatz von Franck Ribéry von Beginn an.

Und vielleicht kann Demichelis sogar mithelfen, dass die Bayern-Führung die bisher eingespielten Prämien aus der Champions League nicht schon bald in einen neuen Defensiv-Spieler investieren wird. „Wenn wir diese Fehler in der Defensive nicht abstellen, werden wir in der Winterpause sicherlich nachrüsten müssen“, kündigte Rummenigge eventuelle Aktivitäten auf dem Transfermarkt an.

Für fcbayern.de in Rom: Dirk Hauser

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