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Trainingsspiel gegen Unterhaching

75 Minuten für Ribéry, 90 für Breno und Contento

Das Spiel endete 2:1 (1:1) für den FC Bayern, doch die entscheidenden Zahlen nach dem kurzfristig anberaumten Trainingsspiel gegen die SpVgg Unterhaching am Mittwochmittag waren 75 und 90. Denn Franck Ribéry sammelte gegen den Drittligisten 75 Minuten Spielpraxis, Breno und Diego Contento jeweils 90 Minuten. „Ziel war es, unseren verletzten Spielern Spielminuten und Spielrhythmus zu geben. Das haben wir gemacht“, sagte Louis van Gaal.

Auch Ribéry zog ein positives Fazit nach seinem ersten Einsatz von Beginn an seit seinem Bänder- und Kapselriss im rechten Sprunggelenk vor acht Wochen. „Ich fühle mich gut und bin sehr glücklich, wieder gespielt zu haben“, sagte der Franzose nach seiner Auswechslung fcbayern.de. Gegen Haching ließ er mit einigen gelungenen Dribblings, einer Torvorlage und einem Treffer, der wegen einer Abseitsstellung allerdings nicht gegeben wurde, sein Können mehrfach aufblitzen.

„Am wichtigsten ist es, 75 Minuten gespielt zu haben. Um in den Rhythmus zu kommen“, erklärte Ribéry, der sich auf dem besten Weg zu 100 Prozent sieht: „Ich trainiere sehr gut, jetzt fehlen mir nur noch Spielminuten. Ich denke, je mehr ich in den Rhythmus komme, desto besser werde ich spielen.“

Das gilt natürlich auch für Breno, der acht Monate nach seinem Kreuzbandriss erstmals wieder 90 Minuten durchspielte, und Contento. Letzterer absolvierte sieben Wochen nach seiner Leistenoperation ebenfalls erstmals wieder ein Spiel über die volle Distanz und ging mit schweren Beinen vom Platz, wie er erzählte. „Das ist auch normal nach dieser langen Pause. Aber ich bin zufrieden und fühle mich sehr wohl“, sagte er.

Die drei Rückkehrer auf Seiten des FC Bayern standen vor 500 Zuschauern auf Platz eins an der Säbener Straße im Mittelpunkt, das Geschehen auf dem Rasen ist schnell zusammengefasst: Die aus Profis und Amateuren zusammengewürfelte FCB-Elf bestimmte das Geschehen. Ribéry bejubelte in der 15. Minute nach feinem Zusammenspiel mit Deniz Yilmaz seinen Treffer zum 1:0, der Schiedsrichter entschied jedoch nicht auf Tor, sondern auf Abseits.

Knasmüllner mit der Entscheidung

Immer wieder sorgten vor allem Ribéry und Yilmaz für Gefahr vor dem Gäste-Tor. In der 36. Minute brachten die beiden den FCB schließlich auch in Führung. Ribéry ließ seinen Gegenspieler auf der linken Seite einfach stehen, seine Hereingabe verwertete Yilmaz zum 1:0. Doch schon drei Minuten später glich Haching nach einem Eckball durch Mijo Tunjic aus (39.). Mit dem Pausenpfiff hätte Yilmaz den FCB beinahe wieder in Führung gebracht, sein Kopfball nach Ribéry-Flanke parierte jedoch SpVgg-Keeper Darius Kampa (45.).

Nach dem Seitenwechsel erzielte dann Christoph Knasmüllner in der 63. Minute mit einem 16-Meter-Schuss den 2:1-Siegtreffer. Vorausgegangen war ein zu kurz abgewehrter Ribéry-Freistoß. Den knappen Vorsprung brachten die Bayern über die Zeit, hatten aber auch Glück, dass die Gäste zwei gute Chancen zum Ausgleich (68., 82.) ungenutzt ließen. „Wir haben keinen sehr guten Fußball gesehen, aber die Minuten sind wichtig“, betonte Van Gaal nach dem Schlusspfiff auch weniger das Ergebnis, sondern die Spiepraxis für Ribéry, Breno und Contento.

So spielte der FC Bayern:
Kraft - Dombrowka, Breno, Braafheid, Contento - Jüllich, Ottl (75. Holzmann) - Deul, Knasmüllner, Ribéry (75. Sansone) - Yilmaz

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