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Drei Punkte auf Platz drei

Bayern klettern und schauen nur auf sich

Schritt für Schritt, Punkt für Punkt kämpft sich der FC Bayern in der Bundesliga nach oben. Nach dem auch in dieser Höhe verdienten 4:1 (1:1)-Erfolg am 14. Spieltag gegen Eintracht Frankfurt konnte der Rekordmeister den Rückstand auf die ersten beiden Tabellenplätze zwar nicht verringern, doch der Abstand auf Rang drei ist drei Spieltage vor Beginn der Winterpause auf lediglich drei Punkte geschrumpft.

„Wir sind drei Punkte vom dritten Platz weg, das ist das Minimum, das wir erreichen müssen“, sagte Bayern-Trainer Louis van Gaal nach der Partie, die er als „unser vielleicht bestes Spiel in dieser Saison“ bezeichnete. „Ich bin heute sehr froh, weil ich denke, dass wir auf einem guten Weg sind“, stellte der Niederländer zufrieden fest.

23 Punkte haben die Bayern nun auf ihrem Konto, nur einen Zähler weniger als zum gleichen Zeitpunkt der Vorsaison, die bekanntlich mit dem Gewinn des Doubles und dem Erreichen des Champions-League-Finales abgeschlossen wurde. „Wir haben heute einige Plätze nach oben gutgemacht. Unser Ziel ist es jetzt, bis Weihnachten noch den einen oder anderen Punkte zu holen, um uns weiter nach oben zu hangeln“, erklärte Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge.

Die Partie gegen die im 4-1-4-1-System tief verteidigenden Hessen wurde zu der im Vorfeld erwarteten Geduldsprobe. Nur vier Minuten nach der verdienten Führung durch Anatoliy Tymoshchuk (29.) nutzte Frankfurts Torjäger Theofanis Gekas einen Stellungsfehler in der Münchner Deckung zum Ausgleich. „Wir spielen super Fußball, haben acht klare Torchancen, aber trotzdem steht es 1:1 zur Halbzeit“, bemängelte Thomas Müller aus Sicht der drückend überlegenen Bayern.

Nach dem Seitenwechsel erhöhten die Gastgeber noch einmal den Druck, schnürten die Eintracht förmlich ein und sorgten mit einem Doppelschlag von Müller (59.) und Mario Gomez (61.) für die Vorentscheidung. Mit seinem zweiten Treffer setzte Tymoshchuk (88.) kurz vor dem Ende noch einen drauf und machte den höchsten Sieg in der laufenden Saison perfekt.

„Wir haben das Spiel von Anfang an dominiert und uns gute Torchancen herausgespielt“, zog Müller ein positives Fazit. Der „wichtige Sieg“ gebe der Mannschaft weiter „Rückenwind“, so Müller weiter. „Besonders in der zweiten Halbzeit haben wir das überragend gespielt und die Tore verdient gemacht. Wir hätten wieder mehr Tore machen können“, sagte Gomez, der seine Superquote auf 15 Tore in den letzten elf Pflichtspielen erhöhte.

Der in der Liga seit nunmehr sieben Spielen ungeschlagene Titelverteidiger sei „zurück auf einem positiven Weg“, so Rummenigge. „Es ist jetzt einfach wichtig, dass wir positive Ergebnisse erzielen. Für Siege gibt es keinen Ersatz“, betonte der Vorstandsvorsitzende, der „im Moment überhaupt nicht auf die anderen Mannschaften“ schaue, sondern nur auf den FC Bayern. „Wir sind zufrieden.“

„Wir wollen unsere letzten Spiele gewinnen, dann werden wir sehen, wo wir stehen. Es ist schon unser Ziel, mit einem kleineren Rückstand als 14 Punkte in die Rückrunde zu gehen“, meinte Gomez eine Woche vor dem Gastspiel beim FC Schalke 04. „Im letzten Jahr haben wir beide Spiele in Schalke gewonnen und damit letztendlich beide Wettbewerbe für uns entschieden“, setzt Rummenigge auf das Gesetzt der Serie. Und Müller meinte: „Die Mannschaft ist bereit, eine Serie zu starten.“

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