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Zurück nach Leverkusen

Butt und Kroos kommen ohne Geschenke

Als Bayer 04 Leverkusen das letzte Mal ein Bundesligaspiel gegen den FC Bayern gewann, stand Jörg Butt noch bei der Werkself im Tor. 4:1 endete die Partie damals vor inzwischen über sechs Jahren (28. August 2004) für Leverkusen - es ist bei Weitem nicht die einzige positive Erinnerung, die der heutige FCB-Keeper an seine sechs Jahre am Rhein (2001-07) behalten hat. „Es war eine sehr erfolgreiche Zeit, an die ich mich gerne erinnere“, sagte Butt vor der Rückkehr an die alte Wirkungsstätte am Samstag, „auch wenn man sich heute noch ärgert, dass kein Titel herausgesprungen ist.“

Dies betrifft besonders seine erste Saison in Leverkusen, die mit drei zweiten Plätzen in Bundesliga, DFB-Pokal und Champions League endete. In den folgenden Jahren erreichten die Rheinländer, mit Ausnahme der Saison 2002/03, immer einen Europapokalplatz. Die ersten Titel seiner langen Karriere konnte Butt aber erst im letzten Sommer beim FC Bayern gewinnen.

Butts Kontakt nach Leverkusen ist bis heute nicht abgerissen, auch wenn „so viele Spieler aus meiner Zeit gar nicht mehr da sind“, wie der 34-Jährige erzählte. „Nur mit Simon Rolfes telefoniere ich regelmäßig. Auch zu einigen Mitarbeitern habe ich noch einen guten Draht.“

Auch Kroos kehrt zurück

Und auch Bayer-Trainer Jupp Heynckes kennt Butt gut - aus den letzten fünf Wochen der Saison 2008/09, als Don Jupp beim FC Bayern auf der Trainerbank saß. „Er ist ein überragender Trainer und eine hervorragende Persönlichkeit, das konnte ich in dieser kurzen Zeit sehen“, sagte Butt, „ich bin froh, dass ich mit ihm noch zusammenarbeiten durfte.“

Geschenke hat der FCB-Keeper am Samstag in der BayArena aber nicht zu verteilen. „Wir müssen dort punkten, um den Anschluss nach oben zu halten“, betonte der FCB-Keeper. Der zweite ehemalige Leverkusener im Bayern-Kader, Toni Kroos, kann da nur beipflichten. „Wir brauchen jetzt Siege“, sagte der 20-Jährige, der während seiner eineinhalb Leihjahre (Januar 2009 bis Juni 2010) in Leverkusen seinen Bundesliga-Durchbruch schaffte.

Bester Vorbereiter

„Die Station Leverkusen war sehr wichtig für mich und meine Karriere“, meinte Kroos vor seiner ersten Rückkehr nach Leverkusen im FCB-Trikot, die er als „etwas Besonderes“ bezeichnete. In der letzten Spielzeit war der Mittelfeldspieler mit neun Toren und zwölf Vorlagen in 33 Ligaspielen maßgeblich an der starken Saison der Werkself (vierter Platz) beteiligt. „Dadurch habe ich viel Selbstvertrauen bekommen, was mir jetzt bei Bayern auch gut tut“, meinte er.

In dieser Saison kam Kroos in allen bisherigen 18 Saisonspielen des FC Bayern zum Einsatz, 16 Mal stand er in der Startelf. Mit fünf Torvorlagen ist er aktuell zusammen mit Danijel Pranjic der beste Vorbereiter im FCB-Team, zwei Mal hat er schon selbst eingenetzt. Dabei kam der 13-fache Nationalspieler sowohl links als auch zentral und auf dem rechten Flügel zum Einsatz. „Für mich war aber vor allem wichtig, dass ich überhaupt spiele“, sagte er kürzlich in einem Interview mit der Tageszeitung tz.

'Erst ein Drittel der Saison gespielt'

Am Samstag in Leverkusen dürfte Kroos erneut in der Startformation des FC Bayern stehen, Butt sowieso. „Die Mannschaft, die zuletzt gespielt hat, hat das sehr gut gemacht“, meinte der FCB-Keeper, der aber auch die allmähliche Rückkehr der verletzten Spieler begrüßt. „Konkurrenzkampf ist immer leistungsfördernd.“

Und Luft nach oben ist beim FC Bayern ja noch, man muss nur auf die Tabelle schauen. „Natürlich ist der Vorsprung von Dortmund beeindruckend. Andererseits haben wir erst ein Drittel der Saison gespielt“, sagte Butt, „wir können noch Meister werden.“ Drei Punkte in Leverkusen hat der Bayern-Keeper daher trotz vieler schöner Erinnerungen fest eingeplant.

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