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FCB will dranbleiben

Gegen Frankfurt muss ein Dreier her

Die Tabellensituation ist angespannt, der Druck ist groß, doch vor dem so wichtigen Heimspiel gegen Eintracht Frankfurt verbreitete Louis van Gaal demonstrativ große Gelassenheit. „Es ist alles noch offen. Es ist phantastisch, was wir in dieser Saison geleistet haben“, sagte der Bayern-Coach einen Tag vor der Partie gegen die Hessen in der ausverkauften Allianz Arena (Samstag ab 15.15 im Liveticker und im FCB.tv-Webradio): „Ich mache mir keine Sorgen um Bayern München."

Trotz des großen Verletzungspechs spiele man „viel besser als letztes Jahr“, sagte der 59-Jährige unter anderem mit dem Verweis auf den Gruppensieg in der Champions League. Auch in der Bundesliga sei man nur einen Punkt schlechter als in der vergangenen Meister-Saison: „Unser einziges Problem ist Dortmund“, sagte van Gaal: „Dortmund ist als Tabellenführer weiter weggelaufen als Leverkusen vor einem Jahr.“

In der vergangenen Saison lagen die Bayern vor dem 14. Spieltag mit 21 Punkten sechs Zähler hinter Tabellenführer Leverkusen. Jetzt beträgt der Rückstand des Titelverteidigers, der 20 Punkte aufweist, auf den BVB 14 Zähler. Umso wichtiger ist deshalb nun ein Sieg gegen Frankfurt. „In der Bundesliga sind wir unter Druck. Wir müssen drei Punkte holen“, forderte Sportdirektor Christian Nerlinger.

„Wir müssen gewinnen!“ - so lautet das allgemeine Credo aller Beteiligten beim FC Bayern. Zum einen, „um nach dem Spieltag den einen oder anderen Platz in der Tabelle vorwärts zu kommen“, wie Vorstandschef Karl-Heinz Rummenigge betonte. Mit einem Erfolg gegen die punktgleichen Frankfurter würde der Titelverteidiger mindestens einen Platz gutmachen, im besten Fall ist ein Sprung auf Platz vier möglich. Zum anderen, um den BVB nicht vollends aus den Augen zu verlieren. „Wir haben auch noch Hoffnung auf den ersten Platz, aber wenn Dortmund weiter gewinnt und wir nicht, wird sie weniger“, sagte Van Gaal

Zehn Punkte bist zur Winterpause lautet die Vorgabe des Chefcoaches an die Seinen, um vielleicht noch mal im Titelkampf mitmischen zu können. Frankfurt (H), Schalke (A), St. Pauli (H) und Stuttgart (A) sind die Gegner im Jahres-Schlussprogram. „Es ist egal, gegen wen es geht in der Bundesliga. Wir müssen gewinnen“, sagte Torjäger Mario Gomez.

Mit Van Bommel in der Startelf?

Auf die gleiche Treffsicherheit des 25-Jährigen wie zuletzt hoffen die Bayern in der Offensive, in der Defensive soll Bastian Schweinsteiger die Reihen wieder zusammenhalten. Der Nationalspieler kehrt nach seiner Gelb-Sperre in Rom wieder in die Mannschaft zurück. Zumindest zum Kader gehört auch wieder Mark van Bommel. Der Kapitän soll gegen die Hessen sein Comeback feiern, vielleicht sogar von Anfang an. Van Gaal ließ Fragen nach der Aufstellung aber wie gewohnt offen. Sein Eintracht-Kollege Michale Skibbe muss die halbe Abwehr umbauen, da Maik Franz und Georgios Tzavellas wegen Gelb-Sperren pausieren müssen. Auch Benjamin Köhler (Mukelfaserriss) wird ausfallen.

„Wir wissen, dass wir viel können, aber wir haben auch schon viele Schwächen offenbart“, sagte Thomas Müller. „Und wir müssen dahin kommen, diese Schwächen abzustellen, dann sind wir wieder eine Topmannschaft.“ Ein (klarer) Sieg gegen Frankfurt wäre der erste Schritt zurück unter die Topteams in der Bundesliga-Tabelle.

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