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Ein Torjäger 'on fire'

Gomez will 'noch viele Tore' folgen lassen

Auch in seiner Freizeit beschäftigt sich Mario Gomez gerne mit Fußball. Besonders die stürmenden Kollegen befinden sich dann im Fokus seiner Betrachtungen. „Mir gefallen viele Stürmer, auch in der Bundesliga. Die Qualität ist sehr hoch, aber ich analysiere sie nicht, sondern schaue mir einfach gerne Tore an, in allen Ligen“, berichtete der 25-Jährige am Donnerstag. „Das habe ich schon immer gemacht.“

Am liebsten schauen sich Stürmer natürlich ihre eigenen Tore an. Gomez, ohne ihm irgendwelche Eitelkeiten zu unterstellen, wird da bestimmt keine Ausnahme bilden. Zumal er aktuell ja einige eigene Erfolgserlebnisse vorzeigen kann. Neun der letzten 19 Bayern-Pflichtspieltore gehen auf das Konto des Nationalstürmers. Auch deshalb ist der Rekordmeister nun schon sieben Spiele in Folge ungeschlagen (5 Siege, 2 Remis). Mit insgesamt zehn Treffern in allen drei Wettbewerben ist Gomez Bayerns bester Torschütze. Fünf Mal traf er in den letzten vier Ligaspielen.

Dabei hat er erst am 7. Spieltag das erste Mal in dieser Saison in der Startelf gestanden. „Ich bin wieder voll im Rhythmus. Den kann man nicht haben, wenn man nur eingewechselt wird“, sagte Gomez, der in seiner Bayern-Zeit als Joker nicht ein einziges Mal in der Bundesliga stach. Immer wieder hat er zuletzt erklärt, wie wichtig es für seine Spielweise sei, von Anfang an aufzulaufen. „Jetzt bin ich voll im Saft. Und wenn ich fit bin und spielen kann, mache ich auch meine Tore.“

Um Gomez‘ Stärken noch besser zur Geltung zu bringen, hat Trainer Louis van Gaal sogar extra die Spielweise der Mannschaft etwas modifiziert. „Wir greifen nicht mehr ganz vorne an, sondern ziehen uns etwas weiter zurück“, beschrieb der ehemalige Stuttgarter. In die sich dann bietenden Räume kann Gomez hineinsprinten und auf Zuspiele warten. „Ich bin sehr abhängig von meinen Mitspielern. In der letzten Zeit habe ich fantastische Bälle von meinen Mitspielern bekommen, und mit Selbstvertrauen macht man die dann auch rein.“

Nerlinger lobt

Er habe in den letzten Spielen gezeigt, „dass ich umsetzen kann, was der Trainer von mir fordert“, so Gomez. „Mario hat alle Voraussetzungen eines Topstürmers: Er ist schnell, kopfballstark, kann rechts wie links schießen“, lobte Sportdirektor Christian Nerlinger in der Sport Bild: „Er hat eine schwierige Zeit durchlebt, ist sehr professionell mit dieser Situation umgegangen und hat gezeigt, dass er die richtige Mentalität für den FC Bayern hat.“

Dass zeigt Gomez derzeit nicht nur auf dem Platz, sondern auch außerhalb. Trotz des jüngsten Rückschlags hat der gebürtige Schwabe die Titelverteidigung noch längst nicht aufgegeben. „Warum sollen wir nicht mehr über die Meisterschaft reden? 12 Punkte Rückstand ist sehr, sehr viel, aber Dortmund hatte noch keine Schwächephase und wenn die kommt, müssen wir da sein.“

'Werde nicht locker lassen'

Auch der Respekt der Konkurrenten vor dem FCB sei immer noch groß. „Es wird nicht davon gesprochen, wie viel Zähler Vorsprung Dortmund auf den zweiten oder dritten Platz hat, sondern wie viele Zähler der FC Bayern hinten ist.“ Für seine Mannschaft zähle jetzt aber erst mal nur, „ganz viele Punkte“ zu sammeln: „Wir müssen unsere Spiele gewinnen und hoffen, dass die Mannschaften vor uns verlieren.“

Anfangen wollen Gomez und Co. damit am Sonntag im Derby gegen den 1. FC Nürnberg. Wohl nur mit einem Sieg gegen die um zwei Zähler besser stehenden Franken kann die Hoffnung auf den Titel aufrecht erhalten werden. Und Gomez hofft, auch diesmal wieder seinen Beitrag zum Erfolg zu leisten: „Ich werde nicht locker lassen und versuchen, noch viele Tore folgen zu lassen.“

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