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Breno im Interview

'Ich warte auf meine Chance'

Verteidiger Breno ist wieder zurück. Nach einer achtmonatigen Verletzungspause wegen eines Kreuzbandrisses feierte der 21-Jährige Brasilianer im letzten Heimspiel gegen den 1. FC Nürnberg (3:0) sein Comeback. 45 Minuten durfte der Innenverteidiger gegen den Club wieder mitwirken, eine Woche später folgte ein 90-Minuten-Einsatz in Leverkusen. Mit fcbayern.de sprach Breno über die zurückliegenden Monate, die Ziele in dieser Saison und seinen großen Traum.

Das Interview mit Breno

fcbayern.de: Breno, gegen den 1. FC Nürnberg bist Du nach über acht Monaten auf den Fußballplatz zurückgekehrt. Woran hast Du gedacht, als Du zur Pause für Martin Demichelis in die Partie kamst?
Breno: „Ich habe an meine Frau und meinen Sohn gedacht, die mir sehr geholfen haben. Und ich habe Gott gedankt, dass ich endlich wieder Fußball spielen darf.“

fcbayern.de: Wie waren die zurückliegenden Monate für Dich?
Breno: „Es für mich die schlimmste Zeit meines Lebens. Das war meine erste schlimme Verletzung, allerdings hätte ich nie gedacht, dass ich wirklich acht Monate ausfallen würde. Je länger ich nicht spielen durfte, desto schwieriger wurde es für mich. Deshalb bin ich auch sehr dankbar für die Unterstützung, die ich vom Klub bekommen habe. Alle haben mir geholfen, wieder fit zu werden.“

fcbayern.de: Wer war in dieser Zeit Dein größter Rückhalt?
Breno: „Ganz klar meine Frau. Sie hat mir immer Mut zugesprochen, war immer sehr positiv und hat mich motiviert. Sie hat immer gesagt, ich solle nach vorne blicken und den Kopf nicht hängen lassen. Natürlich gibt es in so einer Zeit auch Phasen, in denen man eigentlich keinen Menschen sehen möchte. Aber Renata war immer für mich da - genauso wie meine Eltern und natürlich mein kleiner Sohn Pietro, der mich zum Lachen gebracht hat.“

fcbayern.de: Hat die Verletzung Dir einen anderen Blickwinkel auf den Beruf Profi-Fußballer gegeben?
Breno: „Ja. Ich hatte mich zuvor nie mit so schweren Verletzungen beschäftigt. Aber dadurch habe ich gelernt, Dinge, die mir gefallen, noch mehr zu schätzen - und das ist in erster Linie der Fußball. Zu spielen ist das, was ich am meisten mag, es ist nicht nur mein Job, sondern mein Lebensinhalt.“

fcbayern.de: Wie war der Kontakt zur Mannschaft? Mit wem aus bist Du enger befreundet, wer hilft Dir auch als jungem Spieler? Breno: „Alle haben sich nach mir erkundigt und gefragt, wie es vorangeht. Aber natürlich hat man während einer Verletzung weniger mit der Mannschaft zu tun. Physiotherapeut Gerry Hoffmann und später Fitnesstrainer Thomas Wilhelmi waren meine ersten Ansprechpartner. Aber ich komme mit allen im Team gut zurecht, und wenn ich etwas mal nicht verstehe, frage ich mich schon durch. Dann helfen mir normalerweise unser brasilianischer Fitnesscoach Marcello Martins oder Diego Contento, der es mir auf Italienisch erklärt.“

fcbayern.de: Trainer Louis van Gaal hält große Stücke auf Dich und deutete bereits im Sommer an, dass er auf Dich setzen wird. Wie willst Du ihm dieses Vertrauen zurückzahlen?
Breno: „Natürlich bin ich glücklich, dass mir der Trainer vertraut und auf mich baut. Aber ich muss es ihm erst auf dem Platz beweisen, dass ich der Mannschaft helfen kann. Ich möchte meinen Platz in der Mannschaft so gut wie möglich ausfüllen.“

fcbayern.de: Wie wichtig war - trotz der Verletzung - die Station Nürnberg für Deine Entwicklung?
Breno: „Obwohl es ja nur knapp drei Monate waren, war das die bislang wichtigste Zeit meiner Karriere. Endlich konnte ich in mehreren Begegnungen am Stück zeigen, was ich kann und was meine Art ist, Fußball zu spielen.“

fcbayern.de: Traust Du es Dir schon zu, in der Innenverteidigung Verantwortung zu übernehmen?
Breno: „Natürlich, sonst müsste ich mir einen anderen Beruf suchen. Ich fühle mich sicher und werde dem Trainer zur Verfügung stehen, wenn er mich braucht. Egal, ob das jetzt zunächst auf der Bank ist oder auf dem Spielfeld. Gegen Nürnberg bin ich eingewechselt worden, weil sich Martin Demichelis verletzt hatte. Dann war ich gefragt, mich anzupassen und Erwartungen zu entsprechen.“

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