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Doppel-Comeback

Ribéry und Breno sind wieder da

Eine knappe Stunde war im 181. bayrischen Derby zwischen dem FC Bayern und dem 1. FC Nürnberg gespielt, als tosender Beifall in der Allianz Arena aufbrandete. Gerade hatte Philipp Lahm per Foulelfmeter das 2:0 für den deutschen Rekordmeister erzielt, doch es war ein weiteres Ereignis, das die 69.000 Zuschauer zusätzlich in Begeisterung versetzte: Trainer Louis van Gaal schickte Franck Ribéry zum Warmlaufen, frenetische „Ribéry, Ribéry“-Rufe begleiteten den Franzosen.

In der 70. Minute war es dann soweit: Siebeneinhalb Wochen nach seinem im Gastspiel bei 1899 Hoffenheim erlittenen Bänderriss im Sprunggelenk feierte der 27-Jährige sein Comeback. Und in den 20 Spielminuten seiner Rückkehr sorgte der Flügelflitzer aus Boulogne-sur-Mer für Spektakel: Spielfreudig und antrittsschnell wirbelte er die rechte Abwehrseite des Clubs durcheinander und war an zahlreichen guten Angriffen der Bayern beteiligt.

„Wir sind sehr froh, dass er zurück ist. Man hat gesehen, dass das unserem Spiel sehr gut tut und dass das eine Waffe ist, die man gut einsetzen kann“, lobte Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge den französischen Nationalspieler. „Er hat einen hervorragenden Eindruck hinterlassen, hatte phantastische Aktionen. Er wirkte sehr spritzig“, schloss sich Sportdirektor Christian Nerlinger an.

Kaum im Spiel, narrte Ribéry auf dem linken Flügel Nürnbergs Juri Judt und servierte eine Maßflanke auf Thomas Müller, der aus kurzer Distanz an Torwart Raphael Schäfer scheiterte. Mit einem präzisen Eckball auf Mario Gomez zum 3:0 verbuchte er sogleich eine Torvorlage, kurz vor dem Ende leitete er mit einem sehenswerten Zuspiel auf Müller den Foulelfmeter ein, den Gomez dann allerdings verschoss (eigener Bericht).

Lob für beide Rückkehrer

„Ich habe ihn gebracht, weil er in dieser Situation, wenn Nürnberg etwas mehr kommen muss, sehr gefährlich werden kann“, sagte Van Gaal nach dem Spiel und freute sich, dass sein Spieler Nummer sieben „wieder fit ist.“ Bedauerlich fand Van Gaal lediglich, dass nicht mehr Treffer durch die glänzende Vorarbeit Ribérys herausgesprungen sind. „Er hätte drei Tore vorbereiten können, zwei sind aber nicht gemacht worden. Das ist sehr schade für ihn.“

Viel Lob erntete nach dem Spiel auch der zweite Rückkehrer des Tages, Abwehrspieler Breno. Nach seinem im März erlittenen Kreuzbandriss kam der junge Brasilianer erstmals seit Dezember 2009 wieder zu einem Einsatz im Bayern-Trikot. In der Halbzeitpause ersetzte er den angeschlagenen Martin Demichelis in der Viererkette und trug „sehr zur Stabilisierung der Abwehr in der zweiten Halbzeit bei“, wie Rummenigge befand. „Ich bin auch sehr zufrieden mit seinem Comeback.“

Noch lange genießen

„Breno hat nach einer wirklich schweren Verletzung und monatelanger Pause einen super Eindruck hinterlassen“, freute sich auch Nerlinger über die gelungene Vorstellung des 21-Jährigen, der durch große Ruhe am Ball sowie gutem Stellungs- und Kopfballspiel überzeugte. „Er ist ein Spieler, der uns jetzt gut zu Gesicht steht. Ich bin überzeugt davon, dass er es diesmal packt“, sagte Rummenigge.

Breno selbst zeigte sich nach seinem ersten Einsatz seit acht Monaten „sehr, sehr glücklich, das war schon ganz gut“, meinte der Innenverteidiger, fügte aber an, „sehr, sehr müde“ zu sein. „Ich bin noch nicht bei hundert Prozent.“ Van Gaal zeigte sich ebenfalls angetan von der Darbietung Brenos und attestierte diesem eine „sehr gute Leistung für das erste Mal. Ich bin zufrieden mit ihm und hoffe, dass wir ihn noch sehr lange genießen können.“

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