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Ribéry und Badstuber 'noch nicht fit'

'Wir werden Gladbach nicht unterschätzen'

Weiter ohne Franck Ribéry und Holger Badstuber, aber mit dem unbändigen Willen, die von Karl-Heinz Rummenigge anvisierte „Klettertour“ in die Tat umzusetzen, geht der FC Bayern am Samstag (ab 15.15 Uhr im Liveticker und im FCB.tv-Webradio) in das Bundesligaspiel bei Borussia Mönchengladbach. „Es ist eine gewisse Brisanz dabei“, sagte Bastian Schweinsteiger vor dem Duell mit den Fohlen, die aktuell das Tabellenende zieren. „Das macht die Sache für uns nicht einfacher“, meinte der FCB-Profi, „auch wir brauchen unbedingt drei Punkte.“

Im mit 54.057 Zuschauern seit Wochen ausverkauften Borussia-Park treffen also zwei Mannschaften aufeinander, die sich keinen Punktverlust leisten können. Dabei kann Louis van Gaal erneut nur auf 15 Spieler zurückgreifen. Für die zuletzt angeschlagenen Ribéry und Badstuber, auf deren Kader-Comeback der FCB-Chefcoach gehofft hatte, kommt die Partie nämlich doch zu früh. „Ribéry ist noch nicht fit, auch Badstuber“, teilte Van Gaal mit, „dann macht es keinen Sinn, nach Gladbach zu kommen. Trainieren ist dann besser.“

Ribéry und Badstuber sind daher in München geblieben und nicht nach Düsseldorf nachgereist, wohin die Mannschaft direkt aus Cluj geflogen ist. „Das ist die richtige Entscheidung“, meinte Schweinsteiger zum Reiseplan, „so können wir uns besser vorbereiten auf das für uns wichtige Spiel.“ Weiter Punkte wollen die Bayern nämlich nicht liegen lassen. „Wir haben noch sieben Spiele in der Liga (bis zur Winterpause, d. Red.), da wollen wir alle Punkte holen.“

Die drei Punkte am Samstag beim Tabellenletzten, der mit 30 Gegentoren in zehn Spielen auch die schlechteste Defensive stellt und seit acht Ligaspielen nicht gewonnen hat, sind jedoch alles andere als Formsache. „In Deutschland macht es nichts aus, gegen welchen Gegner man spielt. Jeder kann jeden schlagen, auch Borussia Mönchengladbach kann Bayern München schlagen“, betonte Van Gaal, dessen Mannschaft mit einer Serie von sechs Pflichtspielen ohne Niederlage ins Rheinland gereist ist.

Frontzeck fordert Herz

„Das wird kein einfaches Spiel“, warnte Rummenigge schon bei seiner Bankettrede in Cluj vor den Fohlen, „laufen und kämpfen können die auch. Sie werden sicherlich auch nicht die weiße Fahne am Anfang des Spiels hissen und die Punkte freiwillig hergeben.“ Gladbach-Trainer Michael Frontzeck forderte von seiner Mannschaft dementsprechend auch „Herz, Leidenschaft, Organisation und Disziplin“.

Ähnlich wie die Bayern plagen auch die Borussen vor dem Spiel Personalprobleme. Acht Spieler fallen aus. „Dennoch wird es nicht so sein, dass wir uns verstecken, im eigenen Sechzehner eingraben und zusätzlich vier Abwehrspieler einbauen“, kündigte Frontzeck an, der vom 4:0-Erfolg der Münchner in der Champions League in Cluj „beeindruckt“ war.

Wie in Cluj

An die Leistung in Rumänien wollen die Münchner im Borussia Park anknüpfen. Man müsse „genauso engagiert wie in der ersten Halbzeit“ auftreten, meinte Mario Gomez, „da haben wir den Ball sehr schön laufen lassen, der Gegner kam nie in die Zweikämpfe.“ Auch Van Gaal sagte: „Wir müssen mit demselben Engagement spielen. Das ist das Wichtigste, aber das ist auch schwierig.“

Und zwar weniger aus physischen Gründen als vielmehr aus psychischen, wie Schweinsteiger vor dem siebten Spiel innerhalb von 22 Tagen erklärte: „Die Schwierigkeit ist immer, sich vom Kopf auf das nächste Spiel umzustellen. Das Körperliche geht einigermaßen.“

'Große Chance für Gladbach'

Dass seine Spieler den Schalter im Kopf umlegen, daran arbeitet Van Gaal bei seiner Spielvorbereitung mit vielen Einzel-, Linien- und Mannschaftsbesprechungen. „Mit meiner Vorbereitung können Sie den Gegner nicht unterschätzen“, sagte er. „Wir wissen, dass uns die Borussia das Leben so schwer wie möglich machen wird. Es ist für Gladbach eine große Chance, die Wende zu schaffen“, meinte Schweinsteiger, der aber überzeugt ist: „Unterschätzen werden wir Gladbach sicherlich nicht.“

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