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VfB-Doppelpack, Teil 2

Ein Sieg für frohe Weihnachten

Auf ins letzte Gefecht! Zwei Tage vor Heiligabend will sich der FC Bayern selbst beschenken und eines der erfolgreichsten Jahre der Klubhistorie mit dem Überwintern im DFB-Pokal abschließen. „Wenn wir gewinnen, gehen wir zufrieden in die Winterpause. Das beeinflusst, ob wir frohe Weihnachten haben oder nicht“, sagte Trainer Louis van Gaal einen Tag vor dem Achtelfinal-Duell mit dem VfB Stuttgart (Mittwoch ab 20.15 Uhr im Liveticker) und forderte unmissverständlich: „Wir müssen gewinnen.“

Nur drei Tage nach dem 5:3-Sieg zum Hinrundenfinale in der Bundesliga kommt es am Mittwoch zur Neuauflage auf der Stuttgarter Stadion-Baustelle. „Wir wollen um alle Titel bis zum Ende streiten. Wenn wir gewinnen, bin ich zufrieden, aber mehr nicht“, sagte der 59-Jährige im Hinblick auf eine Hinrunde unter „schwierigen Umständen“ und nur Tabellenplatz fünf in der Bundesliga.

Am Montagabend hat Van Gaal mit dem Vorstand des FC Bayern und dem Aufsichtsrat bei einem gemeinsamen Essen „einen schönen Abend verbracht. Die Stimmung war sehr gut.“ Diese gute Stimmung wollen sich die Bayern nun nicht vom VfB verderben lassen und sie mit in die kurze Winterpause nehmen. „Das ist sehr wichtig, vielleicht noch wichtiger als das Weiterkommen an für sich“, sagte Van Gaal.

Wie schon beim Bundesliga-Duell, als Bruno Labbadia seinen Liga-Einstand als Coach der Schwaben feierte, stellt sich Van Gaal auch diesmal auf einen schwer einzuschätzenden Gegner ein. Denn im Umfeld der abstiegsbedrohten Stuttgarter herrscht nicht gerade besinnliche Vorweihnachtszeit. Nach der Niederlage gegen den FCB belagerten aufgebrachte Fans die Haupttribüne hinter der Mercedes-Benz-Arena und blockierten bis spät abends die VIP-Zugänge. Einsätzkräfte der Polizei mussten schützend eingreifen.

VfB bleibt unberechenbar

„Ich weiß nicht, wie diese Mannschaft auf die Situation reagiert. Sie kann verunsichert sein, aber auch extra motiviert“, sagte Van Gaal. Seine eigene lässt sich jedenfalls vom Ergebnis am Sonntag nicht blenden, „weil es kein souveräner Sieg war. Wir haben gesehen, dass Stuttgart nach vorne sehr gefährlich ist“, sagte Thomas Müller. Van Gaal lobte die Effizienz seiner Elf beim 5:3, „aber so schlecht war Stuttgart nicht. Sie hatten mehr Torchancen als wir.“

Gleicher Ort, gleicher Gegner, aber beide Partien sind nicht miteinander zur vergleichen. „Ein Pokalspiel ist immer etwas anderes: Tod oder Gladiolen, drin oder raus“, sagte Van Gaal, der personell nicht viel umstellen dürfte. Hamit Altintop steht verletzungsbedingt nicht zur Verfügung, dafür kann Bastian Schweinsteiger nach seiner Grippe-Pause wieder auflaufen. Beim Abschlusstraining war er genauso dabei wie Andreas Ottl. Beide gehören auch zum 18-Mann-Kader, der am Dienstagnachmittag per Bus nach Stuttgart aufgebrochen ist.

„Es ist ein anderes Spiel“, bemerkte auch Müller, „aber ich hoffe natürlich, dass es für uns genauso läuft, vielleicht mit weniger Gegentoren.“ Die Pokal-Bilanz spricht jedenfalls klar für den FCB. In sieben Duellen setzte sich nur ein Mal der VfB durch. Vor zwei Jahren gewann der Rekordchampions das Achtelfinale in Stuttgart mit 5:1.

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