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Gomez fällt aus

FCB gegen St. Pauli 'zum Siegen verdammt'

Das Etappenziel Achtelfinale in der Champions League ist erreicht, nun will der FC Bayern auch in der Bundesliga wieder auf Kurs kommen und die letzten beiden Spiele im Fußballjahr 2010 erfolgreich gestalten. Ein Sieg am Samstag im letzten Heimspiel gegen den FC St. Pauli (ab 15.15 Uhr im FCB-Liveticker und im Webradio bei FCB.tv) ist absolute Pflicht, um den Rückstand auf die Spitzengruppe zu verringern.

„Das erhoffen wir uns alle. Wir wissen um unsere Situation in der Bundesliga und deswegen sind wir zum Siegen verdammt. Das ist ganz klar“, sagte Bayerns Sportdirektor Christian Nerlinger vor dem Duell mit dem Aufsteiger aus Hamburg. „ich glaube, dass die Mannschaft in der Meisterschaft jetzt die Zügel anziehen muss“, lautete die Vorgabe von Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge, „der aktuelle Tabellenplatz und der Punkterückstand auf die Spitze sind nicht FC Bayern-like.“

Der klare 3:0-Erfolg unter der Woche gegen den FC Basel habe bei seiner Mannschaft „das Selbstvertrauen gesteigert“, erklärte Trainer Louis van Gaal, der trotz des großen Rückstands in der Bundesliga für seine Elf „in allen Wettbewerben noch eine Chance“ sieht. Allerdings betonte der Niederländer, dass der Fokus in der Liga derzeit auf Platz zwei oder drei zu richten ist. „Ich denke, dass wir nicht über Dortmund sprechen müssen, sondern über Hannover, Leverkusen und Mainz.“

„Wir spielen für uns Fußball. Wir müssen Punkte sammeln und irgendwann schauen wir wieder auf die Tabelle, andere können vorher zu Rechnen anfangen“, lautet das einfache Erfolgsrezept von Thomas Müller. „Wir müssen schauen, dass wir aus unseren Chancen die Tore machen, dass wir Ergebnisse einfahren und nicht nur ne Halbzeit lang schön spielen“, verwies Müller auf das Hauptproblem der letzten Wochen, in denen trotz großer Dominanz immer wieder Punkte liegen gelassen wurden.

St. Pauli will was holen

Das soll sich gegen die Kiez-Kicker aus St. Pauli nicht wiederholen, zumal der FCB in der Heimtabelle auf Rang eins liegt. Doch die Hanseaten spielen aktuell ihre beste Bundesligasaison und rangieren mit 17 Punkten derzeit auf dem 14. Platz. „Wir fahren nicht da hin, um respektvoll zuzuschauen, wie Bayern München Fußball spielt“, kündigte St. Paulis Trainer Holger Stanislawski vor dem Spiel gegen die „qualitativ beste Mannschaft des Landes“ an. „Wir fahren mit Selbstvertrauen dahin und versuchen, aus München etwas mitzunehmen.“

Van Gaal weiß, was ihn und seine Elf mit dem FC St. Pauli erwartet, „wir haben sie viele Male angeschaut“, sagte der 59-Jährige am Freitag nach dem Abschlusstraining. Dabei lobte Van Gaal vor allem, dass die Hamburger zumeist „nach vorne verteidigt und als Mannschaft sehr gut gespielt haben.“ Allerdings führte dies oft nicht zum Erfolg, nur ein Punkt sprang aus sechs Spielen heraus, ehe Stanislawski vor dem letzten Spiel gegen Kaiserslautern seine Ausrichtung änderte - und prompt wieder einen Sieg einfuhr.

Klose wieder im Kader

Gegen den einstigen Weltpokalsiegerbesieger muss Van Gaal personell umstellen. Torjäger Mario Gomez fällt wegen eines grippalen Infekts aus. „Er hat in letzte Zeit viele Tore geschossen, sein Ausfall wiegt schwer“, sagte Van Gaal, der dafür wieder auf Miroslav Klose zurückgreifen kann. Der Angreifer kehrt nach überstandenem Muskelfaserriss in den Kader zurück, ein Einsatz von Beginn an dürfte aber eher unwahrscheinlich sein.

Für Gomez könnte Thomas Müller in die vorderste Front rücken, Hamit Altintop wäre eine Alternative für die rechte Mittelfeldseite. Doch wie immer wollte sich Van Gaal im Vorfeld keine Details zur Aufstellung entlocken lassen. Verzichten muss Van Gaal zudem auf Danijel Pranjic (Adduktorenprobleme) sowie die langzeitverletzten Arjen Robben und Ivica Olic.

Nach dem Schlusspfiff wird es für die 69.000 Fans in der Allianz Arena noch ein kleines „Dankeschön“ seitens des FCB geben: Mit einer Lichtshow und einer musikalischen Einlage wird sich der Rekordmeister von seinem Publikum aus dem Fußballjahr 2010 verabschieden.

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