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Schweinsteigers Treuebekenntnis

'Fühle mich an der Säbener Straße zuhause'

Eine schönere vorweihnachtliche Bescherung hätte es für die Fans des FC Bayern wohl kaum geben können. Erst der 3:0-Erfolg des Rekordmeisters im letzten Heimspiel des Jahres gegen den FC St. Pauli, dann Bastian Schweinsteigers Botschaft über das Stadionmikrofon, dass er seinen bis Juni 2012 datierten Vertrag vorzeitig bis 2016 verlängert hat. Die 69.000 Bayern-Anhänger konnten nach dem Spiel in der Allianz Arena rundum zufrieden den Heimweg antreten.

Mit Schweinsteigers Vertragsverlängerung nimmt das Personalgerüst des FC Bayern für die kommenden Jahre immer mehr Konturen an. Zuvor hatte der Vorstand auch schon Philipp Lahm (bis 2016), Thomas Müller (2015), Holger Badstuber (2014) und Franck Ribéry (2015) langfristig gebunden. Nun also auch Schweinsteiger, der Verhandlungen über einen möglichen Verbleib an der Säbener Straße ursprünglich erst im Frühjahr 2011 führen wollte.

„Die Gespräche sind in den letzten Wochen auf einer sehr fairen Basis über die Bühne gegangen“, berichtete Sportdirektor Christian Nerlinger, der sich einen Tag vor dem Spiel gegen St. Pauli gemeinsam mit den Vorständen Karl-Heinz Rummenigge und Karl Hopfner und mit Schweinsteigers Berater über eine weitere Zusammenarbeit geeinigt und das neue Arbeitspapier des Nationalspielers fixiert hat. „Es hat summa summarum nicht lange gedauert“, sagte der der 26-Jährige über die „sehr positiven Gespräche. Es hat einfach gut gepasst.“

„Ich freue mich wahnsinnig, dass Bastian sich für Bayern München entschieden hat“, sagte Nerlinger und bescheinigte Schweinsteiger in den letzten Monaten „eine außergewöhnliche Entwicklung, auf und auch außerhalb des Platzes. Er ist ein Spieler, bei dem sämtliche Großklubs in Europa den roten Teppich ausgefahren haben“, so Nerlinger, der die Vertragsverlängerung als „deutliches Zeichen und ein Bekenntnis für Bayern München“ bezeichnete.

„Ich bin sehr froh, dass ich hier bei meinem Verein bleiben kann“, sagte Schweinsteiger und hob hervor, dass er „nur mit dem FC Bayern“ gesprochen habe. „Wenn ich an die Säbener Straße komme, fühle ich mich wie zuhause, ich kenne die Angestellten von A bis Z. Ich fühle mich da sehr wohl“, betonte der Mittelfeldspieler, der bereits seit 1998 beim FC Bayern und inzwischen der dienstälteste Münchner Profi im Bundesliga-Kader ist.

Schweinsteiger begründete seine langfristige Bindung mit den großen sportlichen Ambitionen, die der Double-Gewinner in den kommenden Jahren hegt. „Ich habe oft genug betont, dass ich die Champions League gewinnen will. Aber es stellt sich für mich die Frage: Ist es schöner, mit Real Madrid, Inter Mailand oder einem anderen Verein - oder mit dem FC Bayern München? Die Frage habe ich jetzt, glaube ich, klar und deutlich beantwortet. Hier ist sehr viel möglich.“

FCB kein Abgeberverein

Dass Schweinsteigers Verbleib in München auch mit einer Anhebung seiner Bezüge einhergeht, verdeutlichte Vereinspräsident Uli Hoeneß. „Es ist ein wichtiges Zeichen, dass der FC Bayern kein Abgeberverein. Und es zeigt auch die Wirtschaftskraft des Vereins. Denn nur weil wir alle nette Kerle sind, hat er nicht unterschrieben.“ Schweinsteiger selbst meinte: „Der Verein hat sich sehr gestreckt.“

Wie groß Schweinsteigers Stellenwert beim FCB ist, verdeutlichten neben dem lautstarken Jubel der Fans auch die spontanen Gratulationen seiner Mitspieler nach der Bekanntgabe via Stadionmikrofon. „Wir beide kommen aus der Jugend und es ist wichtig, dass sich Spieler mit diesem Verein identifizieren“, meinte Philipp Lahm und wertete Schweinsteigers Entscheidung als „ein positives Zeichen, denn in Zukunft haben wir noch Großes vor.“

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