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Robben im Interview, Teil 2

'Ich werde mehr als 100 Prozent geben'

Tore, Tore, Tore, dazu unwiderstehliche Antritte und Dribblings - Arjen Robben hatte im Jahr 2010 maßgeblichen Anteil an Meisterschaft, DFB-Pokalsieg und dem Erreichen des Champions-League-Finals. Mit der niederländischen Nationalmannschaft stand er zudem im WM-Finale. Im zweiten Teil des Gesprächs mit fcbayern.de blickt der 26-Jährige nach vorne: auf die Rückrunden-Vorbereitung, sein Comeback und die damit verbundenen Erwartungen an ihn.

Das Interview mit Arjen Robben, Teil 2:

fcbayern.de: Nach dem Verletzungsschock geht das Jahr jetzt positiv für Dich zu Ende.
Robben: „Ja. Am wichtigsten ist für mich, dass ich am 2. Januar mit der Mannschaft neu anfange. Jetzt fahre ich ruhig in den Urlaub, wo ich aber auch nicht stillsitzen werde. Ich werde ein bisschen weitertrainieren, damit ich am 2. Januar gut dabei bin und alles mitmachen kann.“

fcbayern.de: Du hast ja schon seit Mitte Dezember wieder mit der Mannschaft trainiert. Würdest Du jetzt gerne auf die Winterpause verzichten?
Robben: „Nein. Ich fühle, dass ich diese Pause jetzt brauche. Ich bin ein bisschen kaputt. Sowohl körperlich, als auch mental waren die letzten Monate sehr schwierig. Deswegen tut der Urlaub jetzt sehr gut. Danach kann ich dann wieder mit Vollgas anfangen.“

fcbayern.de: Wie lief das Training mit der Mannschaft für Dich?
Robben: „Super. Natürlich kann man nicht erwarten, dass alles gleich wieder so läuft wie vorher. Wenn man fünf Monate nicht mit der Mannschaft trainiert hat, muss man sich erst wieder daran gewöhnen. Aber das geht sehr schnell, muss ich sagen. Ich fühle mich sehr wohl, bin körperlich sehr gut drauf.“

fcbayern.de: Müssen Dich die Ärzte sogar ein bisschen bremsen?
Robben: „Ich habe sowieso noch nie einen Trainer oder Physiotherapeuten gebraucht, um mich anzutreiben. Ich will selbst immer hart arbeiten, besonders in dieser Situation. Man muss mich schon eher bremsen als antreiben.“

fcbayern.de: Welche Folgen hat diese Verletzung, die Du ja selbst nicht gespürt hast, mental für Dich? Horchst Du jetzt noch genauer in Deinen Körper hinein?
Robben: „Nein, da gibt es keine Veränderung. Ich kenne meinen Körper gut, arbeite schon immer auch neben dem Mannschaftstraining viel für mich selbst. Außerdem haben auch die Ärzte und Physiotherapeuten immer ein Auge auf mich. Da haben wir ein super Team mit Dr. Müller-Wohlfahrt an der Spitze.“

fcbayern.de: Der Trainer hat angekündigt, dass er Dich zum Rückrundenstart gegen Wolfsburg für 20 Minuten einwechseln will. Das dürftest Du sehr gerne gehört haben, oder?
Robben: „In den letzten Monaten wurde mir oft gesagt, dass ich nicht zu weit nach vorne schauen soll. Deswegen sage ich: Heute ist heute, morgen ist morgen - weiter will ich nicht schauen. Im Moment habe ich ein sehr gutes Gefühl, schauen wir mal, was am 15. Januar ist. Wenn es 20 Minuten sind, sind es 20 Minuten. Das entscheidet der Trainer. Für mich ist jetzt erst einmal wichtig, dass ich wieder Teil der Mannschaft bin.“

fcbayern.de: Ohne Dich ist der FC Bayern in der Bundesliga-Hinrunde seinen Erwartungen hinterhergehinkt. Spürst Du einen gewissen Druck, weil alle hoffen: Mit Arjen Robben wird der FC Bayern in der Rückrunde groß angreifen?
Robben: „Das habe ich auch gehört. Und ich will ja auch selbst so schnell wie möglich wieder für die Mannschaft wichtig sein. Aber wir dürfen nicht vergessen, dass ich im letzten halben Jahr nicht gespielt habe. Deswegen wird es nicht automatisch so sein, dass alles wieder gut wird, wenn ich wieder spiele. So einfach ist das nicht.“

fcbayern.de: Wie lange, glaubst Du, wird es dauern, bis Du wieder in Topform bist?
Robben: „Das weiß ich nicht. Ich kann nur versprechen, dass ich mehr als 100 Prozent geben werde, um so schnell wie möglich wieder der Alte zu sein.“

fcbayern.de: Glaubst Du, dass der Rückstand in der Bundesliga noch aufzuholen ist?
Robben: „Man muss realistisch sein und man muss auch Respekt vor dem Gegner haben. Dortmund hat in der Hinrunde eine super Leistung abgeliefert und liegt verdientermaßen 14 Punkte vor uns. Aber im Fußball ist alles möglich. Ab 2. Januar geben wir Vollgas und werden versuchen, eine sehr lange Serie hinzulegen. Das wird aber nicht einfach.“

fcbayern.de: Im Champions-League-Achtelfinale kommt es zur Final-Revanche gegen Inter Mailand. Was sagst Du dazu?
Robben: „Für mich ist der Revanche-Aspekt nicht so wichtig. Grundsätzlich wird es schwierig gegen Inter Mailand. Diese Mannschaft ist taktisch und in der Defensive stark. Und in Turnieren wie der Champions League sind italienische Mannschaften sowieso immer gut.“

fcbayern.de: Was wünschst Du Dir fürs neue Jahr?
Robben: „Am wichtigsten ist Gesundheit. Und am Ende der Saison hoffe ich auf mindestens einen Titel.“

Das Interview führte: Nikolaus Heindl

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