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Trainingslager

FCB bezieht Quartier in Katar

Raus aus dem Winter, ab in den Süden! Bei leichtem Schneefall und Temperaturen knapp unter dem Gefrierpunkt verließ der FC Bayern am Sonntagmorgen den Münchner Flughafen Richtung Katar, wo das diesjährige Wintertrainingslager des Rekordmeisters stattfindet. Als die Lufthansa-Sondermaschine LH 2570 nach rund fünfeinhalb Stunden Flugzeit am späten Nachmittag (Ortszeit) in Doha landete, herrschten auch kurz nach dem Sonnenuntergang noch immer angenehme 22 Grad.

„Das ist ideal“, sagte Trainer Louis van Gaal, der in den kommenden sieben Tagen seine Mannschaft im Emirat auf die Bundesliga-Rückrunde vorbereiten wird. Er selbst sei niemand, „der diese Wärme liebt“, er bevorzuge eher den „eiskalten Schnee“, doch um seine Spieler für das erste Spiel am 15. Januar beim VfL Wolfsburg fit zu machen, seien die Bedingungen in Katar optimal, verriet er vor dem Abflug in den Wüstenstaat.

„Für die Muskulatur der Spieler ist es besser, in der Wärme zu trainieren. Dann ist auch die Erholung besser“, so der 59 Jahre alte Fußballlehrer, der sein Team knapp zwei Stunden nach der Ankunft am Persischen Golf schon zur ersten Übungseinheit auf einem der 15 (!) Trainingsplätze des „Aspire Academy for Sports Excellence“ bat, das etwa 20 Minuten vom Mannschaftsquartier entfernt liegt.

Kurzfristig nicht mit nach Doha geflogen ist Danijel Pranjic. „Er ist krank geworden“, erklärte Van Gaal vor dem Abflug. Der Kroate soll möglicherweise am Montag nachreisen, andernfalls werde er gemeinsam mit den rekonvaleszenten Toni Kroos, Ivica Olic und Rouven Sattelmaier ein individuell abgestimmtes Programm an der Säbener Straße absolvieren.

Van Gaal lobt Luiz Gustavo

Ebenfalls nicht dabei waren Martin Demichelis und David Alaba, die den FC Bayern verlassen haben, sowie Neuzugang Luiz Gustavo, der in München noch die letzten medizinischen Tests absolvierte und am Montag zusammen mit Sportdirektor Christian Nerlinger nachfliegen wird. „Ich denke, dass er ein guter Spieler ist, eine Verstärkung für Bayern München“, sagte Van Gaal über den 23-Jährigen.

Besonders angetan zeigte sich Van Gaal von der Vielseitigkeit des Brasilianers. „Er hat bei Hoffenheim immer im Mittelfeld gespielt. Aber er hat auch Innenverteidiger gespielt und auch linker Außenverteidiger. Das ist auch ein Grund, warum wir diesen Spieler gekauft haben. Er ist multifunktional“, so Van Gaal weiter.

Neuzugang Robben schon da

Bestens gelaunt nach seinem kurzen Weihnachtsurlaub kündigte der Niederländer sogar einen weiteren Neuzugang an. „Vielleicht kommt noch ein Spieler diese Woche“, meinte Van Gaal und präzisierte auf Nachfrage der Journalisten: „Er kann alles spielen im offensiven Bereich.“ Die Wahrscheinlichkeit dafür bezifferte Van Gaal auf „99 Prozent“.

Nach der Ankunft im Mannschaftsquartier konnte Van Gaal den noch fehlenden Prozentpunkt hinzufügen, denn besagter Spieler nahm die Bayern-Delegation strahlend in Empfang: Arjen Robben, den Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge vor der Winterpause als „wichtigsten Neuzugang für die Rückrunde“ bezeichnet hatte, war direkt von seinem Urlaub im nur 400 Kilometer entfernten Dubai nach Doha angereist.

Für fcbayern.de in Doha: Carsten Zimmermann

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