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Bei Sieg schon Dritter

FCB will Aufholjagd in Bremen fortsetzen

Die Konstellation vor dem 90. Nord-Süd-Gipfel zwischen Werder Bremen und dem FC Bayern hat Seltenheitswert. Kämpften die beiden führenden Mannschaften der ewigen Bundesliga-Tabelle in den letzten Jahren zumeist auf Augenhöhe um den Meistertitel, verfolgen die einstigen Dauerrivalen an diesem Samstag (ab 15.15 Uhr im FCB-Liveticker und im Webradio bei FCB.tv) verschiedene Ziele.

Während die Bremer als Tabellen-14. nur noch drei Punkte von einem Abstiegsplatz entfernt sind, kann sich der Rekordmeister mit einem Sieg schon auf Rang drei vorschieben und den Rückstand auf den zweiten Platz weiter verringern, zumal die beiden vor dem FCB platzierten Teams aus Leverkusen und Hannover am Freitagabend im direkten Duell aufeinandertreffen.

„Wenn man die letzten 12, 13 Spiele betrachtet, dann ist das schon eine sehr gute Serie. Aber wir müssen das bestätigen, das ist unsere Aufgabe. Und dann schauen wir nach dem zweiten Platz“, sagte Trainer Louis van Gaal am Freitag vor dem Abschlusstraining seiner Mannschaft in München. Kapitän Philipp Lahm schloss sich seinem Trainer an: „Es wird mal Zeit, dass wir eine Serie starten, erst durch Erfolge kommen wir ins Rollen.“

Dazu muss der Titelverteidiger aber endlich seine Auswärtsschwäche ablegen: Erst zwei Siege stehen in der Bundesliga auf gegnerischen Plätzen zu Buche. „Wir müssen auswärts endlich eine Konstanz reinbringen“, forderte Torjäger Mario Gomez, der sich gerade gegen Bremen immer besonders treffsicher zeigte (eigener Bericht). Der klare 4:0-Erfolg im Pokalviertelfinale bei Alemannia Aachen dürfte den Münchnern zusätzliches Selbstvertrauen für die nächsten beiden Partien in Bremen und Köln gegeben haben.

Van Gaal wundert sich

„Es ist immer schwer, wenn der Gegner mit dem Rücken zur Wand steht“, weiß Lahm um die Gefahr, gegen die kriselnden Bremer zu spielen. Von den letzten zehn Spielen verlor Werder sechs, nur zwei wurden gewonnen. „Werder Bremen ist normalerweise ein sehr guter Gegner mit sehr guten individuellen Spielern. Die letzten Monate haben sie schlechte Ergebnisse erzielt. Es ist eigentlich ein bisschen unglaublich, wo sie stehen“, wunderte sich Van Gaal über den Negativ-Lauf der Bremer.

Der Niederländer wird sich vom schlechten Tabellenplatz der Hanseaten jedoch nicht blenden lassen. „Wir haben in dieser Saison zwei Mal gegen Bremen gespielt, da waren sie zwei Mal besser, sie haben die meisten Chancen kreiert“, erinnerte er sich an das torlose Remis in der Hinrunde sowie an den knappen 2:1-Erfolg seines Teams in der zweiten Pokalrunde.

Mit 100 Prozent ins Spiel

Im Vergleich zum Pokalspiel in Aachen stehen Van Gaal personell wieder ein paar Alternativen zur Verfügung. Arjen Robben ist nach überstandener Grippe ebenso einsatzbereit wie Abwehrspieler Daniel van Buyten. Es fehlen aber weiterhin Franck Ribéry (Bänderzerrung im Knie), Ivica Olic (Reha nach Knie-OP), Toni Kroos (Mittelfußprobleme) und Diego Contento (Rückenprobleme).

Bremens Trainer Thomas Schaaf schöpft aus der Außenseiterrolle seiner Mannschaft Hoffnung. „Man traut uns vielleicht nicht so viel zu“, sagte Schaaf. Doch auch Thomas Müller warnte davor, die Bremer zu unterschätzen. „Die kurzfristigen Ziele sind gewinnen, gewinnen und gewinnen. Ich denke, wir haben nur noch wichtige Spiele. Ausrutscher haben wir uns schon genug erlaubt in diesem Jahr. Deswegen müssen wir in jedes Spiel mit 100 Prozent reingehen.“

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