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Erstmals in der Startelf

'Gegner-Schreck' Robben fast wieder der Alte

Als Arjen Robben am frühen Samstagabend als einer der letzten Bayern-Profis die Münchner Allianz Arena verließ, strahlte er über das ganze Gesicht. Gerade hatte der Niederländer nach über sechs Monaten - seit dem WM-Finale in Südafrika am 11. Juli 2010 - sein erstes Pflichtspiel von Beginn an bestritten und bei seinem 74-minütigen Einsatz großen Anteil am klaren 5:1-Heimsieg gegen den 1. FC Kaiserslautern.

„5:1 gewonnen und das erste Spiel von Anfang an - ich bin sehr glücklich“, sagte Robben, der letztmals im Champions-League-Finale am 22. Mai vergangenen Jahres in der Startelf des Rekordmeisters gestanden hatte. Angesichts der langen Pause lieferte Robben einen Tag vor seinem 27. Geburtstag eine Gala-Vorstellung, die an die tollen Leistungen der vergangenen Saison erinnerte. „Es macht einfach wieder Spaß, Fußball zu spielen“, so Robben weiter.

Auch Christian Nerlinger zeigte sich „besonders erfreut“ von der „Weltklasseleistung“ Robbens. „Man sieht, dass er unersetzlich für uns ist. Diese Leistung nach so einer langen Verletzungspause abzurufen, ist absolut ungewöhnlich und beeindruckend“, sagte Nerlinger. Neben „unglaublichen, fußballerischen Qualitäten“ attestierte Bayerns Sportdirektor ihm auch „eine Mentalität, die ihn immer antreibt und natürlich die ganze Mannschaft mitreißt. Deshalb ist er für uns so wertvoll.“

Dem schloss sich auch Karl-Heinz Rummenigge an. „Er hat fantastisch gespielt, wir sind sehr froh, dass er zurück ist und man hat gesehen, welche Qualität er in unser Spiel reinbringt“, meinte der Vorstands-Chef des FCB. Gerade sein Auftritt gegen Kaiserslautern habe gezeigt, dass Robben den Münchnern „in der Hinrunde sehr gefehlt hat. Ich bin überzeugt, dass wir mit ihm wesentlich mehr Punkte auf dem Konto hätten, als wir heute haben“, meinte Rummenigge.

Zu viel gewollt, dann dosiert

Eine Woche nach seinem Pflichtspiel-Comeback in Wolfsburg zeigte sich Robben gegen die Pfälzer von Beginn an voller Tatendrang. Allerdings tat er sich zunächst lange schwer, sich gegen die geschickt verteidigenden Lauterer entscheidend durchzusetzen. „In der ersten Halbzeit habe ich von Anfang an zu viel gewollt. Ich wollte wieder alles zeigen“, räumte Robben selbstkritisch ein. Nach dem Seitenwechsel habe er dann „etwas mehr dosiert, da war es dann besser.“

Kurz vor dem Halbzeitpfiff gelang ihm nach feinem Zuspiel von Thomas Müller der Führungstreffer zum 1:0. „Das ist ein super Gefühl, wieder das erste Tor zu schießen. Davon kann man nur träumen, da denkt man an die sechs Monate harte Arbeit“, erklärte Robben seine Gemütslage nach seinem ersten Bayern-Tor seit dem Pokalfinale am 15. Mai 2010. Beflügelt von diesem Treffer legte er in der zweiten Halbzeit einen Gang zu und sorgte immer wieder für Gefahr über die rechte Seite.

Ein Schreck für den Gegner

„Er ist ein absoluter Weltklassespieler, das hat er heute wieder gezeigt“, freute sich Nerlinger wohlwissend, dass Robben noch nicht wieder bei hundert Prozent ist. „Das war mein erstes Spiel von Anfang an nach sechs Monaten, da kann es einfach nicht hundert Prozent sein“, weiß nicht nur Robben, dass er noch Steigerungspotenzial hat.

Auch Kapitän Mark van Bommel sagte: „Er kann es noch besser, das weiß ich. Er ist ein Schreck für den Gegner, und hat die Fähigkeiten, gegen zwei, drei, vier, manchmal fünf Spieler zu spielen. Deswegen bin ich auch sehr froh, dass er zu Bayern München gekommen ist. Ich weiß, was er kann, mich überrascht er nicht.“

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