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23 Tore in 26 Spielen

Gomez' Lauf geht weiter

Die beinahe schon beängstigende Tor-Serie von Mario Gomez findet auch im Jahr 2011 ihre Fortsetzung. Beim 5:1-Heimsieg gegen den 1. FC Kaiserslautern gelang dem Nationalstürmer bereits sein dritter Dreierpack in dieser Bundesliga-Saison. Mit nunmehr 15 Treffern zog Gomez in der Bundesliga-Torschützenliste mit dem führenden Papiss Demba Cissé (SC Freiburg) gleich.

„Das ist mein Job. Ich weiß, was von mir verlangt wird. Und ich weiß, dass es auch mal so laufen kann, wie in der ersten Halbzeit, in der ich ein bisschen in der Luft hing. Dann aber ruhig weiterzumachen, das kann man nur, wenn man eine erfolgreiche Phase hat, und die hab' ich“, sagte der 25 Jahre alte Torjäger, der seine beeindruckende Quote auf 23 Treffer in 26 Spielen ausbaute.

Dass Gomez auch nach der Winterpause an seine tolle Form aus der Hinrunde anknüpfen würde, war so nicht unbedingt zu erwarten. Wegen der Folgen eines Muskelfaserrisses in der Wade, zugezogen im Pokalspiel beim VfB Stuttgart zwei Tage vor Weihnachten, konnte der Modellathlet während des gesamten Trainingslagers in Katar nur Individualtraining absolvieren, wo er allerdings „auch sehr intensiv trainiert“ habe, wie er in Doha mitteilte.

Ging er beim Rückrundenauftakt in Wolfsburg noch leer aus - die Querlatte stand seinem ersten Treffer im neuen Jahr im Wege - klappte es gegen die Roten Teufel aus der Pfalz umso besser. Mit seinen Toren in der 46., 80. und 85. Minute schraubte er seine Marke auf 88 Tore in 167 Ligaspielen und überholte in der ewigen Torschützenliste Bayern-Präsident Uli Hoeneß, der 86 Bundesligatore erzielt hat.

Noch nie so viele Tore

„Ich weiß, was ich kann und ich weiß, dass ich gut drauf bin“, meinte der Torjäger nach dem neunten Saisonsieg der Bayern, durch den sich der Rekordmeister auf den dritten Tabellenplatz vorschieben konnte. „Wir wollen Platz zwei erreichen, das war heute sicherlich ein großer Schritt“, sagte Gomez, der nie zuvor nach 19 Spieltagen so viele Treffer auf seinem Konto hatte.

Mit seinem Tor zum 2:0 - nach perfekter Vorarbeit von Arjen Robben und Bastian Schweinsteiger - stellte Gomez gegen Kaiserslautern die Weichen auf Sieg. „Das war für mich das wichtigste und auch das schönste Tor heute, weil es in der Situation sehr wichtig war. Und in der Entstehung war es genau der Fußball, wie ihn der Trainer fordert und wie wir es alle gerne sehen.“

Kein Beinbruch

Bei so einem Lauf kommt unweigerlich die Frage nach der Torjägerkanone auf. „Es ist klar, dass ich dieses Ziel habe, aber es wäre kein Beinbruch, wenn ich nicht Torschützenkönig werde“, meinte Gomez. Viel wichtiger sei, „dass ich gute Arbeit für die Mannschaft abliefere und einen Teil dazu beitragen kann, erfolgreich zu sein. Wenn das dann so funktioniert wie heute, bin ich natürlich noch glücklicher.“

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