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Doppelte Premiere

Klose eröffnet sein Torekonto - 'endlich!'

Bis zum 20. Spieltag musste Miroslav Klose auf seinen ersten Saisontreffer in der Bundesliga warten, dabei kann Toreschießen manchmal doch so einfach sein. In der Partie bei Werder Bremen musste der Nationalstürmer nach dem Querpass von Thomas Müller nur noch den Ball unter Kontrolle bringen, um ihn dann im leeren Bremer Tor zu versenken. Es war das 3:1 in der 86. Minute und die endgültige Entscheidung in einer spannenden Partie.

„Thomas hat den schön rüber gelegt", bedankte sich Klose im Gespräch mit fcbayern.de bei seinem Vorlagengeber. Es war nicht nur „endlich" sein erster Bundesligatreffer in dieser Spielzeit („es ist immer besser, wenn man schon zu Beginn der Saison trifft. Dann kommt man besser in den Rhythmus“) - in Pokal (3 Tore) und Champions League (1) hatte er bereits getroffen - sondern auch das erste Tor gegen seinen Ex-Klub seit seinem Wechsel von der Weser an die Isar vor dreieinhalb Jahren.

„Ich habe seitdem fast alle Spiele gegen Bremen mitgemacht. Zwar nicht alle über die volle Distanz, aber es hat nie geklappt“, sagte ein gut gelaunter Klose nach dem Training am Sonntagmorgen. Die Erleichterung über seinen doppelten Premierentreffer war ihm deutlich anzumerken: „Für mich war es wichtig, wieder zu treffen und die Minuten, die ich bekomme, zu nutzen. Jetzt muss es natürlich so weitergehen.“

Denn Klose muss seine Tore momentan als Joker machen. Vom ersten bis zum sechsten Spieltag stand er bei Louis van Gaal in der Startelf. Aufgrund hartnäckiger Oberschenkelproblemen kam er dann erst beim Hinrundenfinale in Stuttgart wieder zum Einsatz. Den Platz als einzige Sturmspitze hatte sich zu diesem Zeitpunkt Mario Gomez mit vielen Toren gesichert. Nach der Winterpause saß Klose dann die ersten beiden Partien nur auf der Bank und kam unter der Woche im Pokalviertelfinale in Aachen erstmals wieder zum Zug.

Im DFB-Team gesetzt

Trotz seiner aktuellen Reservistenrolle beim FC Bayern ist er bei Bundestrainer Joachim Löw weiterhin gesetzt. „Über Klose gibt es bei uns keine Diskussionen. Er hat bei uns ein hohes Standing - unabhängig davon, ob er beim FC Bayern spielt oder nicht“, bekräftigte Löw in der tz. Man habe bei der WM gesehen, wie wichtig Klose für das DFB-Team sei. „Es gibt keinen Grund, an ihm zu zweifeln“, so der Bundestrainer.

Worte, die Klose gerne hört. „Das ist super. Aber ich brauche keinen zusätzlichen Schub. Die Motivation kommt von mir ganz alleine.“ Denn der mit 15 Treffern beste Deutsche bei WM-Turnieren möchte auch im Klub die Leistungen zeigen,
„die ich in der Nationalmannschaft bringe. Da habe ich fast die selben Mitspieler und da läuft’s. Aber manchmal“, so sagt Klose, „gehört im Fußball auch ein bisschen Glück dazu.“ Oder auch mal ein perfektes Zuspiel, wie das von Müller in Bremen.

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