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Kapitänsamt

Lahm und Schweinsteiger rücken im Duo auf

Ohne große Überraschungen hat Bayern-Coach Louis van Gaal die Nachfolge von Mark van Bommel für das Kapitänsamt beim FC Bayern geregelt. „Lahm bleibt der erste Kapitän, Schweinsteiger wird der zweite“, erklärte der 59 Jahre alte Fußballlehrer am Mittwochabend vor dem Pokalviertelfinale bei Alemannia Aachen.

Lahm war zuvor schon Stellvertreter Van Bommels, der am Dienstag zum AC Mailand gewechselt war und am Mittwoch bereits für seinen neuen Verein spielte. Bastian Schweinsteiger galt bei van Gaal bislang als Kapitän Nummer drei. „Nicht nur Van Bommel, auch Lahm und Schweinsteiger haben ihre Qualitäten und die bringen sie ein. Sie können das miteinander machen. Ich werde keinen dritten Kapitän benennen, weil ich denke, dass diese zwei ausreichen“, sagte Van Gaal.

Der gebürtige Münchner Lahm ist somit der 15. Kapitän des FC Bayern seit dem Bundesligaaufstieg 1965. „Klar ist es ein Reiz, als Bayernspieler dieses Amt und mehr Verantwortung zu übernehmen. Es macht mir einfach Spaß und deswegen habe ich mich darüber sehr gefreut“, so der 26-Jährige, der seit der WM im letzten Sommer auch das Kapitänsamt in der Deutsche Nationalmannschaft inne hat.

Im Verbund mit Schweinsteiger soll Lahm nun auch den FC Bayern anführen. „Lahm ist der neue Kapitän, Schweinsteiger wird aufgrund seiner zentralen Position der neue Chef“, sagte Sportdirektor Christian Nerlinger im kicker über die „neue Hierarchie“ im Team: „Philipp und Bastian können gut miteinander.“ Beide Eigengewächse haben kürzlich ihre Verträge beim Rekordmeister bis 2016 verlängert.

Verantwortung wird verteilt

Die Neuregelung fand auch in der Mannschaft Zustimmung. „Philipp und Bastian sind erfahrene Spieler mit Bezug zum Verein. Bei der Nationalmannschaft hat es mit ihnen auch wunderbar funktioniert", erklärte Thomas Müller. „Es wird immer mehr zum Trend, dass die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilt wird.“, sagte Mario Gomez. Der Wechsel von Van Bommel sei „menschlich ein großer Verlust, aber wir werden das als Mannschaft kompensieren“, so der Torschütze zum 1:0 auf dem Tivoli.

„Wir müssen das jetzt auffangen und zusammen machen. Jetzt müssen andere Spieler aufstehen“, nahm Arjen Robben die ganze Mannschaft in die Pflicht. Gomez verwies wie Müller auf die guten Erfahrung während der WM in Südafrika, als nach dem Ausfall von Michael Ballack ebenfalls mehrere Spieler Verantwortung im DFB-Team übernommen hätten: „Diese Diskussion um einen Leitwolf halte ich für völlig überflüssig. Das gab’s doch vor 20 Jahren.“