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Offensiv-Allrounder

Müller kann's links, rechts und in der Mitte

Der Winter ist zurückgekehrt nach München. Nachdem die Spieler des FC Bayern zu Wochenbeginn noch unter frühlingshaften Bedingungen trainieren konnten, mussten sie spätestens am Donnerstag wieder auf Mütze und Handschuhe zurückgreifen. Bis zum Kinn dick eingepackt in einen warmen Strickpullover erschien Thomas Müller vor dem Training an der Säbener Straße, wo die Vorbereitung auf das erste Heimspiel des Jahres gegen den 1. FC Kaiserslautern auf vollen Touren läuft.

„Wir hatten uns den Saisonstart sicherlich anders vorgestellt“, zeigte sich Müller noch immer verärgert über das Auftaktremis am vergangenen Wochenende beim VfL Wolfsburg. Umso wichtiger sei ein Heimsieg am Samstag gegen den Aufsteiger aus der Pfalz, um das von Vorstands-Chef Karl-Heinz Rummenigge ausgerufene „Mindestziel für diese Saison - Platz zwei und die direkte Qualifikation für die Champions League - nicht in Frage zu stellen.“

„Es ist wichtig, dass wir den zweiten Platz sichern“, sagte auch Müller, der sein Team mit dem schnellsten Tor in der laufenden Saison in Wolfsburg in Führung gebracht hatte. Man dürfe sich nicht scheuen, „wenn es mal nicht so läuft, seine Ziele kurzfristig zu korrigieren“, erläuterte der 21-Jährige weiter. „Wir haben das korrigiert und deshalb wäre es auch erfolgreich, wenn wir Platz zwei erobern und uns auf Platz zwei festsetzen.“

Dazu will der WM-Torschützenkönig, der in den letzten drei Pflichtspielen an sechs Treffern beteiligt war, auch am Samstag gegen Kaiserslautern seinen Beitrag leisten. In welcher Position der Offensiv-Allrounder dies tun darf, ist allerdings noch offen. Denn nach dem verletzungsbedingten Ausfall von Franck Ribéry ist Müller einer der Kandidaten für den vakanten Platz auf der linken Außenbahn.

Rechts, links, Mitte

Seine beste Position sieht er zwar im Zentrum hinter den Spitzen, wo er in der Hinrunde mehrfach agierte, doch „mit der Verletzung von Franck könnte ich mir auch vorstellen, dass ich auf dem Flügel gebraucht werde.“ So wie in Wolfsburg, wo er zunächst auf der rechten Seite zum Einsatz kam, nach der Einwechslung von Arjen Robben aber auf die linke Seite auswich. „Ich habe noch nicht mit dem Trainer gesprochen. Final wird er es erst Freitag entscheiden, dann werden wir sehen, worauf es hinausläuft.“

Wo der „Raumdeuter“, wie sich Müller kürzlich in einem Interview mit der Süddeutschen Zeitung selbst bezeichnete, aber letztendlich aufgestellt wird, ist ihm weitgehend egal. Hauptsache, er spielt. „Ich bin kein Spieler, der sagt: ich kann nur da spielen, und wenn ich da nicht spiele, dann bin ich beleidigt. Wichtig ist, dass ich mein Trikot tragen darf, am besten 90 Minuten spielen darf, irgendwo da vorne rumtanzen kann - und wir hoffentlich gewinnen.“

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